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Als Meteor wird das Aufleuchten kleiner Staubteilchen in Form von Metall- oder Gesteinsfragmenten beim Eintritt in der oberen Erdatmosphäre bezeichnet. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wird soviel Reibungsenergie an den Luftmolekülen erzeugt, dass diese ionisiert werden und die den Meteor umgebende Luft zum Leuchten angeregt wird und helle Leuchtspuren hervorruft, was dann entsprechend beobachtet werden kann.

Kleine Meteore mit Ursprungsobjekten um 1 bzw. unter 10 mm werden als Sternschnuppen bezeichnet, größere Meteore mit Ursprungsobjekten über 10 mm als Feuerkugeln oder Boliden. Während Sternschnuppen eher kurz aufleuchten und in der Regel dabei verglühen, können größere Boliden mit mindestens einem Kilogramm Masse länger sichtbar sein und unter Umständen nicht vollständig verglühen, so dass Reste dessen Ursprungsobjekten als Meteorit auch auf die Erdoberfläche auftreffen und ggf. auch Schäden hervorrufen können.

Bei größeren Meteoren sind manchmal auch Geräusche, wie ein fernes Donnergrollen, vernehmbar. Neben einzelnen Meteoren gibt es größtenteils mit Kometen zusammenhängende Meteorströme, die wie alle Planeten ebenso die Sonne umkreisen und demzufolge jährlich wiederkehrend beobachtet werden können. Meteore treten immer nach Mitternacht bis in die frühen Morgenstunden auf.

Aussehen: kleine bis mittelgroße, weiße Lichter am Himmel, die einen Schweif hinter sich herziehen. Nur für kurze Augenblicke zu sehen. Feuerkugeln / Boliden sind größere, helle Objekte mit einem oft längeren Schweif. Bei großem Brocken kann der Himmel kurzfristig sehr hell aufblitzen. Oftmals kann nach dem Verschwinden des Objekts eine deutliche Rauchspur gesehen werden.
Boliden können je nach Zusammensetzung der Materie aus der sie bestehen unterschiedliche Farben aufweisen.
Flugbewegung: Schnelle, geradlinige Flugbahn (in alle Richtungen möglich!). Meist keine Geräusche. Die grösseren Feuerkugeln dagegen fliegen nur relativ langsam in einer meist waagrechten Bahn.

Boliden können zerplatzen und dadurch können mehrere Teile in der gleichen Flugrichtung beobachtet werden. Kann man eine Art „Donnergrollen“ hören deutet dies darauf hin, dass das Objekt relativ tief fliegt und in der Umgebung niedergegangen ist.

Zeugenaussagen: „...grün schimmerndes Flugobjekt mit Schweif ... raketenförmiger Körper mit Leuchtschweif... funkensprühendes Etwas...bläulich helle Lichterscheinung...“ (Stuttgart, 1986) "...grelle Blitze am Horizont...das Ufo raste auf die Erde zu...“ (Bochum, 1983)

„...sehr helles, weisses Licht mit ´Rauschen´...“ (Garmisch – Partenkirchen 1983)

„...weiss glühender Ball...“ (Sidi Bouzid/Tunesien, 1981)

„...grüne Kugel mit blau-gelblichem Schweif...“ (Rom/Italien, 1980)

„...hell leuchtender Körper, der in viele Teile zerfiel...“ (Salzburg/Österreich, 1984)

„...riesiges, blau strahlendes Licht...grösser als ein Auto...“ (England, 1998)

„...es war so hell, wie wenn man ein Magnesiumband anzünden würde...“ (Bremen, 1995)

Zeugenbeschreibung: Hier finden Sie Zeugenbeschreibungen von eingegangenen Sichtungsfällen, die sich auf den Stimulus Meteore / Feuerkugeln zurückführen ließen.
Fotos:
Videos:

Übersicht über aktuell auftretende Sternschnuppen beim Sternschnuppen-Kalender und auf unserer Seite "Was fliegt gerade am Himmel?"

Ein Ballon im FlugZu den Forschungsballions zählen Wetter- und Stratosphärenballons, die beide in großer Höhe für Verwirrung sorgen können, da sie meist aus einer hellen, reflektierenden Außenhülle bestehen und sich das Sonnenlicht stark daran spiegelt. Sie erscheinen am Himmel meist als helle, punktförmige oder runde Objekte, die sich langsamer als Flugzeuge oder Satelliten, aber doch schneller als Sterne oder Planeten am Himmel bewegen. Da sich in großer Höhe die Luft im Balloninneren stark ausdehnt, können die Ballions dann auch als unförmige Objekte erscheinen, wofür es bei Stratopsphärenballons auch Beispiele gibt, was auch schon für UFO-Alarm sorgte.

Je nach vorherrschenden Windverhältnissen können Flugbahn und Geschwindgikeit unregelmäßig sein und sich jederzeit ändern. Zudem verschwinden die Objekte häufig nach kurzer Beobachtungszeit, lösen sich in mehrere Teile auf, und erscheinen in einem Fernglas meist rund oder in einer Phasengestalt ähnlich den Mondphasen.
Wetterballone, auch Radiosonden genannt, werden von Wetterstationen auf der ganzen Welt etwa alle 12 Stunden gestartet, teilweise aber nicht täglich. Mit ihnen werden wichtige Werte in der Atmosphäre gemessen. Die Form erscheint abhängig vom Beobachterstandort und der Reflektion des Sonnenlichts. Mit zunehmender Höhe dehnen sich die Ballons bis auf etwa 15 Meter auf, bevor sie dann, überwiegend zwischen 18 und 27 km Höhe, platzen und sich in mehrere Teile auflösen.

Stratosphärenballon werden von verscheidenen Institutionen bis hin zur NASA gestartet und dienen u.a. der Atmosphärenforschung, Messung der Höhenstrahlung oder auch astronomische Zwecke. Ferner werden Stratosphärenballons auch für Spionagezwecke vom Militär verwendet.

Der bekannteste UFO-Vorfall der Welt, der vermeintliche Absturz eines UFOs bei Roswell 1947, geht auf ein damaliges Geheimprojekt in Form eines Stratosphärenballons (Projektname Mogul, siehe die Recherche von Uli Thieme: Roswell - ein Mythos stürzt ab) zur atmosphärischen Kontrolle atomarer Versuchstests der Sowjetunion, zurück. Auch für den in der UFO-Literatur oft zitierten Fall Mantell dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit ein Stratosphärenballon in Form eines Skyhook Ballons verantwortlich sein.

Freiballons umfassen freifliegende Ballons in Form von Gas- oder  Heißluftballons, von denen vor allem Heißluftballons, meist bei Abendflügen, für Verwirrung, wenn die Außenhülle durch das flackernde Feuer leuchtet. Neben gewerblichen Ballonrundfahrten werden sie auch zu Werbezwecken eingesetzt und Farben und Formen nehmen dabei immer spektakulärere Gestalt an.

Aufstiege von Wetterballonen können auf CalSky abgefragt werden (Startplätze und Sichtbarkeit abhängig vom gewählten Standort!)
Zum Thema Stratosphärenballons und UFO-Meldungen informiert auch das argentinische Unternehmen StratoCat auf einer eigenen Seite (Googleübersetzung aus dem Spanischen).

 

Aussehen: Forschungsballons erscheinen von Weitem wie eine runde Kugel. Bei Sonneneinfall werden die Sonnenstrahlen oft stark reflektiert und die Ballonhülle leuchtet hell auf. Bei Flug in der Dämmerung kann die Ballonhülle, je nach Beschaffenheit und Farbgebung, in den verschiedensten Farben aufleuchten. Beobachtungen durch ein Fernglas können bei Fehlfokussierung zu optischen Täuschungen führen und das Objekt dreiecks- oder pyramidenförmig wirken lassen. In der Abenddämmerung kann der Ballon noch von der Sonne angeleuchtet werden, obwohl diese für den Beobachter bereits am Firmament untergegangen ist.

Heißluftballons werden auch in Dunkelheit gefahren und haben dann ein ähnliches Aussehen wie Modellheißluftballons. Sie sind besonders hell in ihrer Erscheinungsweise wenn die Gasbrenner die Hülle erleuchten.

Flugbewegung: Geschwindigkeit je nach Windstärke. Bei einer Windböe auch mal etwas rasanter und sprunghaft. Relativ geradliniger, geräuschloser Flug. Da die Ballons in großer Höhe fliegen sind die Windgeschwindigkeiten nicht mit denen auf dem Boden gleichzusetzen. So kann es dem Beobachter nahezu windstill erscheinen, in großer Höhe aber können starke Winde vorherrschen.
Zeugenaussagen:

“...weisses Flugobjekt ohne Flügel...” (Boston/USA, 1997)

“...weisse Kugel mit starker Leuchtkraft...” (Kemps, 1980)

“...das Objekt glänzte silbern...” (Hameln, 1973)

“...Kugel, die sich unkontrolliert bewegte...” (Achim, 1992)

“...Punkt, der wie ein Stern aussah...” (Balingen, 1999)

“...sonderbarer Stern, der rot und grün leuchtete...” (Baltrum, 1997)

Fotos:
Videos: Aufnahme eines Wetterballons, welcher in Youtube als Ufo ausgegeben wird. 

Die vier Planeten Venus, Mars, Jupiter und Saturn können, Sichtbarkeit vorausgesetzt, wie helle Sterne am Himmel erscheinen; der Mars dabei orange-rötlich. Insbesondere die Venus, auch als Abend- oder Morgenstern bekannt, funkelt besonders stark und kann bereits am späten Nachmittag, während der Abenddämmerung oder auch bei leichtem Nebel wie ein heller Stern am Himmel und ggf. sogar wie ein entfernter Flugzeugscheinwerfer erscheinen, wenn sonst noch keine oder nur wenige Sterne sichtbar sind und verwirrt daher regelmäßig viele Beobachter. Aufgrund des funkelnden Effekts und Mikrobewegungen des Auges können sich dem Beobachter kleinere Zick-Zack-Bewegungen einstellen, die in Wirklichkeit jedoch nicht vorhanden sind.

Ein typischer Hinweis auf einen Planeten ist eine längere Beobachtungszeit, während der sich das Objekt relativ langsam bewegt, und wiederholte Beobachtungen an darauffolgenden Tagen.

Aussehen: Helle Erscheinung; funkelnder, großer Punkt am Himmel (Venus)
Flugbewegung: Planeten haben im Gegensatz zu Sternen eine Eigenbewegung und bewegen sich deshalb etwas schneller am Firmament.
Zeugenaussagen:

„...sehr helles Licht...“ (Ohio/USA, 2001)

„...mächtiges, lichtausstrahlendes Objekt... sah durch die Kamera 3 Eck-förmig aus...“ (Halle, 2001)

„...blau-rötliche Lichtstrahlen nach oben und unten...“ (Arcinazzo/Italien, 2001)

„...grell strahlendes Scheinwerferlicht, das die Farbe änderte...“ (Bochum, 1999)

„...stahlblaue Lichtsignale...“ (Andelsbruch/Österreich, 1994)

Zeugenbeschreibung: Hier finden Sie Zeugenbeschreibungen von Sichtungsfällen, die sich auf den Stimulus Satellit zurückführen ließen.
Fotos:
Videos:  

Online-Sternkarten:
Astronomie.de, Ansichten des Sternenhimmels
Astrowetter, aktuelle Sternkarte und Himmelsschau
Stellarium Web, Onlineversion der bekannten Planetariums-Software
The Sky live, interaktive Sternenkarte

Die Positionslichter von Flugzeugen können als Dreieck erscheinen und so bei sehr diesigem Wetter oder in der Dunkelheit für Verwirrung sorgen. Da das menschliche Gehirn automatisch nach bekannten Mustern sucht, werden aus den unterschiedlich farbigen Lichtern dreieckige Flugkörper. Welche und wieviele Lichter man an einem Flugzeug sieht, hängt nicht zuletzt von der Sichtperspektive auf das Flugzeug und dessen Flugrichtung ab.

Meist sind beim Landeanflug die sehr hellen Landescheinwerfer eingeschalten. Es bleibt jedoch dem Piloten überlassen, wann er die Scheinwerfer einschaltet. Dies ist nicht nur bei Dunkelheit der Fall, sondern oft auch am Tag und bei gutem Wetter.

Durch das Einschwenken zur Landebahn kann ebenfalls eine starke optische Täuschung auftreten. Gleichfalls, wenn das Flugzeug für kurze Zeit in Richtung des Zeugen (oder gerade weg) und dann wieder eine Kurve fliegt. Dadurch entsteht aus der Sicht des Beobachters der Eindruck, dass der helle Lichtpunkt am Himmel steht und sich dann plötzlich wieder in eine Richtung bewegt. Eigene Beobachtungen haben gezeigt, dass dieser Effekt des scheinbaren Stillstehens mehrere Minuten dauern kann.

Je nach Höhe und Windrichtung sind zudem keinerlei Geräusche von den Flugzeugturbinen ausgehend zu vernehmen.

Bei Filmaufnahmen kann aufgrund einer Fehlfokussierung derselbe Effekt wie bei den Orbs entstehen, so dass ein punktförmiger Flugzeugscheinwerfer dann wie ein unscharfes rundes oder eckiges Gebilde erscheinen kann.

Online Flugzeugtracker bieten die Möglichkeit, den Flugverkehr und die Position von Flugzeugen live zu verfolgen (s.u.).

 

Aussehen: Bei Tag- bzw. Abenddämmerung kann durch die senkrechte Sonneneinstrahlung das Licht stark an der Außenhülle des Flugzeugs reflektiert werden und helle Lichtpunkte erscheinen lassen. So kann die am Firmament untergegangene Sonne das Flugzeug noch immer von unten anstrahlen und metallisch schimmern lassen. Bei Nacht sorgen vorallem die Positions- und Landelichter für Verwirrung, die sehr unterschiedliche Erscheinungsformen aufweisen können. Von einem grellen Lichtpunkt über zwei Lichtpunkte bishin zur perfekten Diskusform ist hier alles möglich.

Kondensstreifen bzw. Jetabgase die von der Sonne angestrahlt werden sorgen immer wieder für UFO- Alarm (Chile 2011), da das Flugzeug nicht erkennbar ist. Charakteristisch ist eine feuerfarbene, längliche Form mit Ausbuchtung.

Flugbewegung: Je nach Höhe und Geschwindigkeit mittel bis schneller Flug in einer geradlinigen Flugbahn (außer bei Flugstarts und Landungen). Geräuschlos bei normalen Linienmaschinen, selten ist ein Brummen der Turbinen zu hören. Selbst bei Niedrigflügen kann der Wind die Turbinengeräusche forttragen.
Zeugenaussagen:

“...dunkles Dreieck...” (Gladbeck, 1992)

“...grosses, blinkendes Licht...” (Krefeld 1994)

“...hell leuchtender Punkt mit grosser Geschwindigkeit...” (Hannover, 1997)

“...helles, blinkendes Licht...” (Butzbach, 1996)

“...Objekt mit braunem Kondensstreifen...” (Altena, 2000)

Fotos:
Videos:

Eine Boeing 747 im Flug

Flugverkehr-Tracking:
Flugradar24.eu, Live Flugverfolgung
Planefinder.net, Live Flugverfolgung

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