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Die Ufo-Welle von Belgien sorgte zwischen November 1989 und April 1990 für zahlreiche Ufo-Meldungen und einen Medienhype in Mitteleuropa, wie wir ihn zuvor und auch danach nicht mehr erlebt haben.

Richtigerweise müssen wir anstatt von einer Sichtungswelle von einem Flap reden, da die zeitliche Begrenzung gegen die Definition einer Sichtungswelle spricht.

Von den Vertretern der Theorie eines exotischen Phänomens wird vor allem die Häufung der Sichtungen und die scheinbare Qualität der Sichtungszeugen als ein Beweis für die Echtheit des Phänomens herangezogen. Kritiker kontern damit, dass die Boulevardmedien durch ihre Berichterstattung die Menschen anstachelten, jedes Licht am Himmel als Ufo zu melden und Fälschern eine Öffentlichkeit boten. Ebenso zweifeln sie die besondere Qualität von Beamten, Piloten etc. als Sichtungszeugen an, da diese ebenso wahrnehmungspsychologischen Effekten unterliegen, wie jeder Normalbürger auch. Ihr Beruf mache sie nicht zu besseren Sichtungszeugen.

Auffallend bei diesem, wie auch bei anderen berühmten Sichtungsflaps, ist die geografische Abgrenzung der Sichtungseingänge. So ist eine signifikante Häufung an Sichtungsmeldungen ausgerechnet dort vorzufinden, wo die Medien besonders häufig über gemeldete Ufos berichten. Ein Umstand, der für eine starke Beeinflussung durch Medienberichte spricht.

Zum berühmten Foto, welches sie hier rechts oben sehen können:

Im Sommer 2011 hat sich ein Belgier gemeldet, der die Fälschung dieses Fotos zugegeben hat. Gemeinsam mit Kollegen habe er das angebliche UFO aus einer Hartschaumplatte zugeschnitten, mit Lichtern versehen, an der Decke aufgehängt, von unten fotografiert und dadurch auch den leichten Verwackelungseffekt erzielt. Später habe sich dann die Geschichte verselbstständigt und so hat das Foto seinen Weg zu Forschern und in zahlreiche Publikationen zum Thema gefunden. Die Fotoaufnahme war bis dato eines der Beweise für die Echtheit eines exotischen Phänomens über Belgien und wurde über die Jahre von vielen vermeintlichen Foto-Experten als echte Aufnahme eines Ufos bezeugt.

 

Artikel
Ufos 2000 - Die Eskalation. Ein Sonderband des Centralen Erforschungsnetz außergewöhnlicher Himmelsphänomene aus dem Jahr 1993. Unter anderem mit einem detaillierten Bericht zur Beglien-Welle.
Die Belgien Ufo-Welle 1989. Hans-Jürgen Köhler hat dieses Archiv aus 11 Beiträgen aus dem "Cenap-Report" der frühen 1990er Jahre zusammengestellt. (PDF, 10,5 MB, 84 Seiten)
 

 

Fotogalerie:

 

Videoaufnahmen:

drei TV-Berichte über das Geständnis des Fotofälschers (dt. Untertitel)

Der 24. Juni 1947 ist als die Geburtsstunde der fliegenden Untertassen und des modernen Ufo-Phänomens international anerkannt. Der „fliegende Händler“ Kenneth Arnold sichtete über dem Mount Rainier im US-Bundesstaat Washington neun „flying disks“ und berichtete nach seiner Landung in Radio und Presse darüber. Die "fliegenden Untertassen" waren geboren.

Erst viel später, in den 1950er Jahren, wurde der Begriff "UFO" durch das amerikanische Militär aufgegriffen, das unter „unidentified flying object“ völlig wertneutral sämtliche Berichte von nicht erkannten Flugobjekten in dem Projekt „Blue Book“ zusammen trug.

Arnolds Sichtung wird bis heute kontrovers diskutiert. Während sich ein Teil der Ufo-Phänomen-Forscher an der Identifizierung der gesichteten Objekte versucht, nimmt sich ein anderer Teil den Sichtungszeugen und dessen Werdegang und Bekanntenkreis an. Für die vermeintlich gesichteten Objekte gibt es heute über ein Dutzend Erklärungsansätze. Auch Arnolds Persönlichkeit und der Wahrheitsgehalt seiner Aussagen wird kritisch hinterfragt.

Nachfolgend stellen wir Ihnen weiterführendes Info-Material zu diesem berühmten Sichtungsfall zur Verfügung.

 

 Artikel
Dennis Kirstein: Die Geburtsstunde der fliegenden Untertassen. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Person Kenneth Arnold und dessen Umfeld. (inkl. dem Original-Artikel aus dem FATE-Magazin von 1947)
Werner Walter: UFOs - Wie alles begann - Kenneth Arnold´s Fallklassiker. Detaillierter Artikel über die Sichtung und Arnolds spätere Beschäftigung mit dem UFO-Phänomen
 
Fotogalerie

 

Radiointerview mit Kenneth Arnold:

Ein Klassiker der deutschsprachigen Ufo-Phänomen-Erforschung ereignete sich in Deutschland am Abend des 24. August 1990. Im Ostseeraum nahe dem sogenannten „Greifswalder Bodden“ erschienen mysteriöse, kugelförmige Lichter, die von dutzenden Menschen beobachtet werden konnten. Als „Greifswald-UFOs“ wurde dieser Sichtungsfall weltweit bekannt und gilt trotz einer rationalen Erklärung in manchen Kreisen weiterhin als ungelöst.

Wir von ufo-information.de konnten im November 2012 anhand neuer Informationen, Indizien und Zeugenaussagen den Greifswald-Fall nun endgültig lösen. Den 13-seitigen Abschlussbericht dazu lesen Sie hier (PDF, 22 Seiten, 1,51 MB).

Zusammengefasst lässt sich der Fall mit einer Militärübung der tschechoslowakischen Luftwaffe erklären. Diese durfte als Mitglied des ehemaligen Warschauer Pakts die sogenannte Luftschießzone II über der Ostsee für eigene Militärübungen nutzen. An diesem Tag nutzte man Leuchtbomben des Typs SAB, welche jeweils sieben pyrotechnische Fackeln an Fallschirmen als Zielobjekte in rund 10km Höhe aussetzen. Diese pyrotechnischen Fackeln waren schließlich der Stimulus der Ufo-Meldungen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen weiterführendes Info-Material zu Deutschlands wohl berühmtesten Sichtungsfall zur Verfügung.

 

Artikel
Die Lichter von Greifswald - Ufo-Rätsel vs. Ifo-Lösung. Unser Abschlussbericht mit etlichen neuen Informationen, Indizien und Zeugenaussagen. (PDF, 22 Seiten, 1,51 MB)
Ufo-Akte Greifswald 24.08.1990. Eine Zusammenstellung von Artikeln, Schreiben, Presseberichten und Zeugenfragebogen zum berühmtesten deutschen Ufo-Vorfall von Hans-Jürgen Köhler.
 
Blog-Neuigkeiten

Neue Informationen zu den Greifswald Ufos

Greifswald Ufos kein Einzelfall

 
 Weblinks
Werner Walter: Die glühenden Kugeln von Greifswald. Deutschlands größter UFO-Zwischenfall?
Hans-Jürgen Köhler: Greifswald Background-Recherche. Weiterführende Informationen zum tatsächlichen Stimulus der Geifswald-Lichter.
Hans-Jürgen Köhler: Abschlussrecherche zum Fall Greifswald. Viele weitere Informationen zum Leuchtbombentyp SAB sowie Zeitungsberichte und ein Vorort-Bericht.
Website der in Ostdeutschland ehemals stationierten 16. russischen Luftwaffenarmee über die mutmaßlich die UFO-Sichtung auslösenden Zielflugkörper (target-towning units), Teil 1, Teil 2. Teil 2 nimmt ausdrücklich Bezug auf die Greifswald-Sichtungen. Das Sichtungsgebiet lag in der damaligen "Luftschießzone III".

 

Fotogalerie:

Videoaufnahmen:

Der Rendlesham Forest-Fall vom 26. Dezember 1980 wird gerne als „britisches Roswell“ angesehen, ist aber in Wahrheit ein weit bedeutenderes Ereignis als Roswell. Gelegentlich taucht dieser Fall auch als "Bentwaters-" oder "Suffolk-Fall" in der Literatur auf.

Es gibt kaum einen anderen Ufo-Fall, der sich auf derart viele, anscheinend in hohem Grade glaubwürdige, Zeugen, verteilt auf zwei verschiedene Nächte, oder auf eine derartige Vielzahl an ergänzenden Beweisen, vermeintliche physische Spuren, ein amtliches Protokoll eines hohen U.S. Air Force-Offiziers, welches die Ereignisse bestätigt, eine Echtzeitbandaufnahme während der Sichtung in der zweiten Nacht vom selben U.S.A.F.-Offizier, ein Bericht durch örtliche Polizeibeamte, die hinzugerufen wurden und schriftliche Aussagen der Militärzeugen aus den Ereignissen der ersten Nacht, stützen kann. Es gibt mehr Fernsehsendungen über diesen Fall, die auch auf YouTube geposted wurden, als zu jedem anderen und er erscheint regelmäßig auf den Listen der "besten UFO-Sichtungen".

Dennoch hat sich die öffentliche Diskussion über den Fall weniger auf die gut bestätigten, oben erwähnten, Primärbeweise konzentriert, als vielmehr auf verschiedene Geschichten zweifelhafter Herkunft, die erst viele Jahre später auftauchten, als sich die Rendlesham-Mythologie etabliert hatte. So wurde bspw. mit den Jahren aus den eher unspektakulären Lichtern ein pyramidenförmiges Objekt mit Hieroglyphen darauf. Offensichtlich hat der Ruhm in den Jahren danach zu Übertreibungen und Falschaussagen seitens mancher Zeugen geführt.

Neben der zuerst bekannten Tonbandaufnahme von Col. Halt, tauchte als bedeutenster Beweis die Zeugenerklärungen der Betroffenen der ersten Nacht auf, die erst 1997 aufgedeckt wurden. Ebenfalls von großer Bedeutung sind die seit 2001 freigegebenen Regierungsdokumente des Ministry of Defense (britisches Verteidigungsministerium), die bestätigen, dass das MoD den Fall nie einer ernsthaften Untersuchung für würdig erachtete. Man kann daraus schlussfolgern: es gab keine Vertuschung, weil es nichts zu vertuschen gab.

Obwohl der Fall insgesamt sehr komplex ist, können die Hauptaspekte wie folgt zusammengefasst werden:

1. Am 26. Dezember1980, gegen 3 Uhr sahen Sicherheitsbeamte der nahen Militärbasis helle Lichter, die anscheinend im Rendlesham Forest herunter kamen. Gleichzeitig erschien eine helle Feuerkugel am Himmel über Südengland.

2. Die Sicherheitsbeamten gingen hinaus in den Wald und sahen ein Blitzlicht zwischen den Bäumen, dem sie folgten, bis sie erkannten, dass es von einem Leuchtturm (Orford Ness) kam.

3. Nach Tagesanbruch wurden Abdrücke im Boden und Markierungen an den Bäumen in einer Lichtung gefunden. Die örtliche Polizei und ein Förster identifizierten diese als Kaninchenabfälle und Schnitte, die von den Förstern gemacht wurden.

4. Zwei Nächte später untersuchte der Deputy Base Commander, Lt.Col. Charles Halt, den Bereich. Er registrierte Strahlungsmesswerte, die im Hintergrundniveau lagen. Er sah ebenfalls ein Blitzlicht in der Richtung von Orford Ness, war aber nicht imstande, es zu identifizierenen.

5. Col. Halt berichtete über die Beobachtung sternenähnlicher Objekte, die stundenlang funkelten und schwebten, wie Sterne. Das hellste davon, das manchmal Lichtstrahlen auszusenden schien, stand in der Richtung von Sirius, dem hellsten Stern im Himmel.

Grundlegend betrachtet, läuft der Fall auf Fehlinterpretationen einer Reihe nächtlicher Lichter, einer Feuerkugel, eines Leuchtturms und einiger Sterne hinaus. Solche Fehlidentifizierungen sind der Standard in der Ufo-Forschung. Es ist nur die Verkettung dreier verschiedener Stimuli, die es außergewöhnlich erscheinen lässt. Vor allem für diejenigen, die mit der Erscheinungsweise der verschiedensten Stimuli nicht vertraut sind.

Neben den hier angebotenen Informationen empfehlen wir die umfassende kritische Aufarbeitung des Falles von Ian Ridpath, der den Fall von Beginn an verfolgt, umfassend untersucht und auch Artikel dazu veröffentlicht hat.

 

 Artikel
Eine ausführliche Darstellung des Rendlesham-Falls von Werner Walter: Rendlesham - Der heilige Gral.
Die Rendlesham-Forest Akte. Eine Zusammenstellung aus neun Beiträgen aus der kritischen Ufo-Zeitschrift "Cenap-Report" von 1983 ff. von Hans-Jürgen Köhler. (PDF, 7,88 MB, 63 Seiten)
Voices from the Woods, a Review of the Rendlesham Case, Auszug aus der Zeitschrift SUNlite, Vol. 2 Nr. 6, November-Dezember 2010 (PDF, 413 KB, ext. Download).
 Weblinks
The Randlesham Forest UFO Case, eine umfassende Analyse des kritischen britischen UFO-Forschers Ian Ridpath.
New Light on Rendlesham. Eine Zusammenfassung des Rendlesham-Zwischenfalls zum Anlass des 30-jährigen Jubiläums von Dr. David Clarke (englisch)
The Secret Files: Rendlesham. Ein Artikel von Dr. David Clarke, welcher ursprünglich In der Zeitschrift "Fortean Times" Nr. 204 (Dezember 2005) erschienen ist. (englisch)
 
Fotogalerie

 

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