UFO-Erfahrungen zeigen in ihrer Breite eine große Fülle an unterschiedlichen Erscheinungsweisen, manchmal gibt es Ähnlichkeiten mit anderen Sichtungen, häufig unterscheiden sie sich aber auch voneinander, mal mehr, mal nur in Details. Insbesondere die Mehrzahl der identifizierten Fälle zeigt eine große Bandbreite an Fehlinterpretationen aller möglichen herkömmlichen Objekte und Phänomene. Manch ungeklärte Sichtungen scheinen anomale Merkmale aufzuweisen, die sie von herkömmlichen Objekten unterscheidet. Um die Fülle an UFO-Sichtungen nach bestimmten Merkmalen zu strukturieren, werden Klassifikationssysteme verwendet, die den Sichtungen bestimmte Merkmale zuordnet.

    Die jeweilige Klassifikation wird i.d.R. über Schlüsselwerte definiert und sofern diese bei der Falldokumentation bzw. in einer Datenbank zu den Falldaten abgelegt werden, lassen sich darüber diverse Statistiken, Auswertungen und auch Metanalysen durchführen. So lassen sich auch Fallrecherchen hinsichtlich ähnlich gelagerter Sichtungen durchführen oder eventuelle Muster finden.

    Im Wesentlichen gibt es zwei Ansätze von Klassifikationen:

    1. Beschreibend: Klassifikationen, die wertfrei und unabhängig vom späteren Untersuchungsergebnis die Erscheinungsweise des beobachteten Phänomens darstellen. Als Grundlage dienen Zeugenaussagen sowie ggf. weitere Indizien. Typische Klassifikationen sind die von Allen Hynek und Jacques Vallée. Hierbei ist zu beachten, dass bei Zeugenaussagen die jeweiligen Eindrücke rein subjektiver Natur sind und beschriebene Merkmale sich objektiv anders darstellen können.
    2. Bewertend: Klassifikationen, die das Untersuchungsergebnis abbilden, also ob eine Erklärung gefunden wurde oder die Sichtung als unidentifiziert eingestuft wurde, teilweise mit ergänzenden Hinweisen zur Identifikation, dem Grad der Strangeness sowie Wahrscheinlichkeits- oder Qualitätskriterien. Typische Klassifikationen sind die von Allan Hendry, Jacques Vallée (SVP-Rating) sowie so genannte Strangeness/Probability-Ratings.

    Da beide Arten unabhängig voneinander sind, werden sie vielfach auch parallel bzw. ergänzend angewandt. Allerdings gibt es keine allgemein anerkannte oder verwendete Klassifikation, was die Vergleichbarkeit untereinander ggf. erschwert, da Untersucher und Gruppen oftmals abweichende oder auch eigene Systeme verwenden.

    Eine grobe und grundlegende Einteilung nach UFO & IFO zeigt nachfolgende Grafik. Da eine letztendliche Feststellung, ob UFO oder IFO, nur bei ausreichenden und zuverlässigen Daten möglich ist, wurden nur hierfür die aktuell anerkannten Prozentzahlen benannt. Daneben gibt es einen Pool an Berichten, der aus verschiedensten Gründen nicht sinnvoll untersucht und klassifiziert werden kann und daher in einer meist als Ausnahme benannten Kategorie eingestuft wird. Das sind insbesondere Meldungen mit ungenügenden Angaben, die keine weiteren Recherchen ermöglichen, anonyme oder unkooperative Zeugen, so dass keine Klärungen oder Rückfragen möglich sind, unzuverlässige oder stark phantasiegeprägte Aussagen sowie Schilderungen, die mit dem UFO-Thema keinen direkten Zusammenhang haben. 

    Der Kreis mit unidentifizierten UFO/UAP weist mit Absicht Überschneidungen mit den IFOs auf, da man nicht dem Fehlschluss erliegen darf, dass ungeklärte Sichtungen sich in jedem Fall aufgrund besonderer anomaler Merkmale von IFOs unterscheiden und und dauerhaft nicht erklärbar sind, was bedeuten würde, dass man umgekehrt jedes herkömmliche Objekt oder Phänomen immer auch als solches identifizieren könnte, egal unter welchen Umständen es berichtet wird. Dies ist schlicht nicht möglich und es kommt auch immer wieder vor, dass zunächst ungeklärte Fälle später aufgrund neuer Informationen oder Erkenntnissen noch aufgeklärt werden können. Letztlich gibt es viele Ursachen, warum ein Fall ungeklärt sein kann. So zeigt bspw. die Klasse der "Near IFOs" Ähnlichkeiten mit herkömmlichen Objekten, besitzt aber ein seltsames Merkmal ("Strangeness"). Daneben gibt es Fälle mit noch geringer Strangness, die mangels Zuverlässigkeit oder begrenzter Indizienlage Fragen aufwerfen. Das sind bspw. vor allem ältere Fälle, wo Zeugen nach Jahren oder Jahrzehnten erst über ihr Erlebnis berichten, was aufgrund der vergangenen Zeit diverse Gedächtnis- und Erinnerungsverfälschungen sowie Fehlinformationseffekte impliziert. Schließlich können auch lückenhafte oder qualitativ schlechte Daten eine Zuordnung auf herkömmliche Objekte verhindern. Letzteres überschneidet sich auch mit der Ausnahmekategorie der ungenügenden Daten, so dass derartig ungeklärte Fälle ggf. auch dort eingruppiert werden. Angestrebt werden ungeklärte Fälle, die eine hohe Strangeness, also mehrere anomale Merkmale, aufweisen, bei gleichzeitig multipler Indizienlage (mehrere Zeugen, Fotos/Videos, Radar, etc.). Erfahrungsgemäß sind solche Sichtungen jedoch sehr selten. Die Mehrzahl der ungeklärten Fälle bewegt sich bei eher wissenschaftlich-kritiischen Untersuchungsgruppen im Bereich geringer Strangeness bzw. geringer bis mittlerer Qualität.

     

    1 Beschreibende Klassifikationen

    Klassifikation nach J. Allen Hynek

    Von J. Allen Hynek stammt die wohl bekannteste und noch heute vielfach gebräuchliche Klassifikation, nach der die gemeldeten Sichtungen eingeordnet werden:

    Nocturnal Light - Nächtliches Licht (NL): Anomale Lichter, die in großer Entfernung am Nachthimmel gesehen werden.
    Daylight Disk - Tageslichtscheibe (DD): Objekte, die in großer Entfernung am Tageshimmel gesehen werden.
    Radar Visuals - Radar visuell (RV): Ein UFO, das gleichzeitig visuell beobachtet und von Radar registriert wird.
    Hierzu gibt es spätere Ergänzungen, die jedoch eher selten angewandt werden:
    Nocturnal Disk - Nächtliche Scheibe (ND): Objekte/Lichter in der Nacht, die eine deutlich erkennbare Form oder Struktur aufweisen.
    Radar Case - Radarfall (RD): Unbekanntes Objekt, das per Radar erfasst wird, ohne visuelle Bestätigung.

    Close Encounter of the first/second/third kind - Nahbegegnung der ersten/ zweiten/dritten Art (CE I - III): Ein UFO in kurzer Entfernung zum Zeugen (CE I), mit Einwirkungen auf die Umwelt (Wechselwirkungen, CE II) oder Beobachtung von Wesen (CE III).
    Auch diese Abstufung wurde später erweitert:
    Close Encounter of the fourth/fifth/sixth kind - Nahbegegnung der vierten/fünften/sechsten Art (CE I - III):  Entführung durch fremde Wesen (CE IV), Verletzungen, ggf. auch mit Todesfolge durch Nahbegegnung oder alternativ Kommunikation mit fremden Wesen (CE V). Während die Nahbegegnungen der vierten und fünften Art noch weit verbreitet sind, wird die sechste Art (CE VI) eher selten im Zusammenhang mit Tier- oder Menschenverstümmelungen (sog. Mutilations) genannt.

    Falsch übersetzt wurde der Begriff in der deutschen Übersetzung des Steven Spielberg-Films "Close Encounter of the Third Kind" mit "Unheimliche Begegnung der dritten Art".

     
    Klassifikation nach Jacques Vallée

    Von Jacques Vallée gibt es zwei Klassifikationen, von denen die erste, ursprüngliche, weniger bekannt ist. Diese umfasst fünf verschiedene Typen, die weiter differenziert werden:

    Typ I: Beobachtung eines ungewöhnlichen, kugel- oder scheibenförmigen Objekts, auch mit komplexer Form, auf oder nah am Boden, auch mit Spuren und mit physikalischen Effekten.
    Ia: Auf oder nahe festen Bodens.
    Ib: Auf oder nahe über Wasser.
    Ic: Besatzung zeigt Interesse an Zeugen durch Gesten oder Lichtsignalen.
    Id: Kundschaften ein ein irdisches Fahrzeug aus.
    Typ II: Beobachtung eines ungewöhnlichen, zylindrischen Objekts am Himmel, verbunden mit einer diffusen Wolke (»cloud cigar, cloud sphere«).
    IIa: Bewegt sich unregelmäßig am Himmel.
    IIb: Stationäres Objekt aus dem weitere Objekte austreten.
    IIc: Objekt, umgeben von weiteren Objekten.
    Typ III: Beobachtung eines ungewöhnlichen, kugel-, scheibenförmigen oder elliptischen stationären Objekts am Himmel.
    IIIa: Schwebend zwischen zwei Bewegungsabläufen, auf und ab, hin und her (pendelnd).
    IIIb: Unterbrechung des kontinuierlichen Flugs durch Schweben, danach Fortsetzung der Bewegung.
    IIIc: Ändert Erscheinung während des Schwebens, z.B. Helligkeit, erzeugt weitere Objekte.
    IIId: »Luftkampf« oder Umschwärmen mehrerer Objekte.
    IIIe: Flugbahn ändert sich während des kontinuierlichen Fluges, um langsam über einem bestimmten Bereich zu fliegen, zu kreisen oder um plötzlich den Kurs zu ändern.
    Typ IV: Beobachtung eines ungewöhnlichen Objekts in kontinuierlichem Flug.
    IVa: Kontinuierlicher Flug.
    IVb: Flugbahn, beeinflusst durch in der Nähe befindliche, konventionelle Flugzeuge.
    IVc: Formationsflug.
    IVd: Wellen- oder zickzackförmige Flugbahn.
    Typ V: Beobachtung eines ungewöhnlichen Objekts von weniger eindeutigem Aussehen, das nicht vollständig materiell oder fest zu sein scheint.
    Va:
     Kontinuierlicher Flug
    Vb:
    Beeinflussung der Flugbahn durch nahe gelegene konventionelle Flugzeuge
    Vc:
    Formationsflug
    Vd:
    Wellen- oder Zick-Zack-Flugbahn

     

    1990 kreierte Vallée eine detaillierte Klassifikation, wobei er versuchte, seine ursprüngliche Klassifikation mit der von Hynek zu vereinen und auszubauen, um Flugverhalten, mögliche Anomalien, Nahbegegnungen und Einwirkungen auf die Zeugen zu erfassen. Hierzu schuf er 4 Kategorien, die hinsichtlich Verhalten, physikalischen Effekten, Wesen, Realitätsveränderungen und Verletzungen weiter differenziert werden:

     

    Anomalien (AN)
    AN1: Keine bleibende Wirkung, z.B. unförmige Lichter, Explosionen.
    AN2: Bleibende Wirkung, z.B. Bodeneindrücke, Kornkreise, Poltergeister.
    AN3: Auftreten von Wesen, Fabelwesen, mystische Wesen (Geister, Yetis. Elfen).
    AN4: Interaktion mit Wesen, z.B. (religiöse) Vision, Nahtoderlebnis, außerkörperliche Erfahrung.
    AN5: Verletzungen, Todesfälle, ungeklärte Wunden, Spontanverbrennung, Spontanheilung.
    Vorbeiflug (FB)
    FB1: Geradlinige Flugbahn.
    FB2: Begleitet von physikalischen Auswirkungen/Effekten.
    FB3: Wesen werden im/am Objekt gesehen.
    FB4: Gefühl der Realitätsveränderung, Zeitempfinden, Telepathie.
    FB5: Permanente Verletzungen, bspw. Verbrennungen, auch Tod.
    Manöver (MA)
    MA1: Diskontinuierliche Flugbahn, nicht geradlinig.
    MA2: Begleitet von physikalischen Auswirkungen/Effekten.
    MA3: Wesen werden im/am Objekt gesehen.
    MA4: Gefühl der Realitätsveränderung, Zeitempfinden, Telepathie.
    MA5: Permanente Verletzungen, bspw. Verbrennungen, auch Tod
    Nahbegegnungen (CE)
    CE1: Nahbegegnung, ≤ 150m.
    CE2: Hinterlässt Landespuren, oder physikalische Einwirkung, auch auf Zeugen.
    CE3: Wesen werden im/am Objekt gesehen.
    CE4: Zeugen werden entführt.
    CE5: Permanente psychische Einwirkungen, Verletzungen, auch Tod.

     

    Die zweite von Vallée definierte Klassifikation ist international recht verbreitet und wird oftmals der von Hynek vorgezogen, da sie detaillierter ist und eine genauere Beschreibung des Ablaufs ermöglicht. Im deutschsprachigen Raum findet sie derzeit jedoch keine Anwendung.

    Klassifikation von Jacques Scornaux

    Vom belgischen UFO-Forscher Jacques Scornaux stammt die folgende Klassifikation, die schwerpunktmäßig das Auftauchen und Verschwinden eines gesichteten UFOs abdeckt.

    Auftauchen
    A1: Nächtliches Aufleuchten eines hellen UFOs ohne sichtbare Strukturen.
    A2: Plötzliches Erscheinen eines UFOs, das nicht bloß ein nächtliches Licht ist.
    A3: Bildung einer Wolke, die ein UFO erscheinen lässt oder aus der ein UFO herauskommt.
    A4: Ausgestoßen werden aus einem soliden Objekt.
    A5: Kondensation getrennter Elemente.
    A6: Bild, welches allmählich deutlicher wird.
    Verschwinden
    D1: Nächtliches Verlöschen eines leuchtenden, strukturlosen UFOs.
    D2: Plötzliches Verschwinden eines UFOs, das Strukturen besitzt.
    D3: Bildung einer Wolke um ein UFO, die sich plötzlich ausbreitet, ohne dass das Objekt sichtbar bleibt.
    D4: Verschwinden durch Zusammentreffen mit einem soliden Objekt.
    D5: Auflösen, Verblassen oder vom-Wind-verteilt werden.
    D6: Langsames Verblassen des Bildes vor dem Himmelshintergrund.
    Gestalten/Wesen
    H1: Plötzliches Erscheinen oder Verschwinden einer Gestalt außerhalb des Objekts.
    H2: Allmähliches Erscheinen oder Verschwinden einer Gestalt außerhalb des Objekts.
    H3: Plötzliches Auftauchen oder Verschwinden einer Gestalt an einem umschlossenen Ort.
    H4: Allmähliches Erscheinen oder Verschwinden einer Gestalt an einem umschlossenen Ort.
    H5: Erscheinen oder Verschwinden einer Gestalt durch eine Wand hindurch.

     

    Weitere

    Harley Rutledge unterteilt UFOs i.e.S. in zwei Klassen, Klasse A (Flugkörper mit festen Strukturen und physikalischen Wechselwirkungen mit der Umwelt) und Klasse B (Kugelförmige Lichter oder Leuchtphänomene ohne Wechselwirkungen). Diese Unterteilung wurde später durch MUFON-CES um eine Klasse C erweitert, die speziell paranormale Lichter mit möglichem parapsychologischen oder religiös-sprirituellem Hintergrund enthält.

    Willy Smith klassifiziert die beobachteten UFOs für das Projekt UFOCAT u.a. nach Crafts (CR, Objekte mit fester Struktur), No Objects – Lights Only (NO, reine Leuchterscheinungen), Radar Only (RO, reine Radarregistrierungen) und Landing (LG, gelandete Objekte).

    2 Bewertende Klassifikationen

    Klassifikation nach Allan Hendry

    Zusätzlich zur Klassifikation nach Hynek wird häufig die ebenso sehr bekannte Klassifikation nach Allan Hendry ergänzend angewandt, die die Ergebnisse bewertet:

    UFO (i.e.S.) - Nicht konventionell zu erklärende, anomale, atmosphärische Phänomene.
    IFO - Konventionell erklärbare Sichtungen.
    Hoax - Betrug bzw. Fälschung, ohne Vorhandensein eines Stimulus.
    Fantasy - Eine psychologisch bedingte Wahrnehmung, ohne Vorhandensein eines Stimulus.
    Exceptions (Ausnahmen) - Fälle, die nicht zuverlässig beurteilt werden können, wie ungenügende Daten, unzuverlässige Zeugen, unzureichende Beobachtung oder kein Zusammenhang mit UFOs.

    Die UFO-Klassifikation erweitert Hendry um eine weitere Differenzierung mit vier Qualitätsebenen, abhängig von anomalen Merkmalen bzw. Strangeness (Fremdartigkeit):

    Near IFO - Ein Bericht, der aufgrund weniger anomaler Merkmale (geringe Strangeness) nicht auf eine herkömmliche Erscheinung zurückgeführt wird. Umfasst auch Beschreibungen von Objekten, die grundsätzlich herkömmlichen Objekten ähnlich sind, aber nicht überzeugend auf einen bestimmten Stimulus zurückgeführt werden können.
    Problematic UFO - Ein Bericht, der grundlegende Fragen nach der Qualität aufwirft, aber dennoch aufgrund anomaler Merkmale nicht ausreichend auf Near IFO zurückgestuft werden kann.
    Good UFO - Ein Bericht, der immer noch ggf. Erklärungen zulässt und dadurch in seiner Qualität eingeschränkt ist. Umfasst Fälle mit mehreren anomalen Merkmalen bzw. höherer Strangeness.
    Best UFO - Ein Bericht mit hoher Qualität, der nur noch eine minimale Wahrscheinlichkeit auf eine prosaische Erklärung hat. Umfasst Fälle mit mehreren bedeutenden anomalen Merkmalen bzw. hoher Strangness.

     

    Credibility Rating nach Jacques Vallée

    Neben seinen beschreibenden Klassifikationen (s.o.) hat Vallée auch eine weiteres Rating für die Glaubwürdigkeit bzw. Zuverlässigkeit der Fall-Untersuchung entworfen, basierend auf der Quelle, Vorortuntersuchung und Qualität des Untersuchers (SVP Credibility System). Es werden somit auch oftmals vernachlässigte, qualitative Parameter in der Falluntersuchung berücksichtigt.

    Zuverlässigkeit der Quelle (Source Reliability Rating - SRR)
    0: Unbekannt oder unzuverlässige Quelle.
    1: Bekannte Quelle mit unbekannter Zuverlässigkeit.
    2: Zuverlässige Quelle, zweiter Hand.
    3: Zuverlässige Quelle, erster Hand.
    4: Erster Hand, persönliche Befragung, auch über glaubwürdige Quelle.
    Vorortrecherche (Site Visit Rating - SVR)
    0: Keine Vorortrecherche oder unbekannt.
    1: Vorortrecherche durch eine nicht mit dem Phänomen vertraute Person.
    2: Vorortrecherche durch eine mit dem Phänomen vertraute Person.
    3: Vorortrecherche durch zuverlässigen Untersucher mit einiger Erfahrung.
    4: Vorortrecherche durch qualifiziertzen Analysten.
    Mögliche Erklärungen (Possible Explanations Rating - PER)
    0: Daten stimmen mit einer oder mehrerer natürlicher Ursachen überein.
    1: Natürliche Erklärung erfordet nur geringfügige Modifikationen der Daten.
    2: Natürliche Erklärung erfordert größere Veränderung eines Sichtungsparameters.
    3: Natürliche Erklärung erfordert größere Veränderung mehrerer Sichtungsparameter.
    4: Keine natürliche Erklärung möglich, liefert die Beweise.

     

    Strangeness/Probability Rating der API

    Allgemein verbreitet sind so genannte Strangeness/Probability-Ratings, wie es erstmals von J.Allen Hynek 1972 formuliert wurde, um neben der Strangeness (Fremdartigkeit) weitere Parameter in der Bewertung einer Sichtung einzubeziehen, was insbesondere bei nicht identifizierten Fällen von Interesse ist. Ausgehend vom Hynek'schen Ansatz gibt es eine Vielzahl an solchen Ratings von unterschiedlichen UFO-Gruppen und -Forschern. Einen breiten Überblick bietet der britische Forscher Isaac Koi auf seiner Website. Alle diese Ratings versuchen, das scheinbar Unmessbare messbar zu machen, indem man einzelnen Klassen mit  bestimmten Eigenschaften eine Werteskala zuordnet, um einen quantifizierbaren und vergleichbaren Index zu bekommen.

    Ein aktuelles Beispiel ist das Rating der US-amerikanischen Gruppe API (Aerial Phenomena Investigations), die insgesamt eine fundierte Forschungsarbeit leistet. Die API bewertet sowohl die Strangeness, als auch die Wahrscheinlichkeit auf einer Skala von 0 bis 5. Srangeness ist das Ausmaß, in dem der Bericht und alle unterstützenden Beweise Verhalten, Strukturen und Erfahrungen beschreiben, die sich konventionellen Erklärungen entziehen - ohne Bezug darauf, wie glaubwürdig die Beweise sind. Berichte können eine hohe Strangeness und eine geringe Wahrscheinlichkeit, eine hohe Wahrscheinlichkeit und eine geringe Strangeness oder beides aufweisen. Bei der Wahrscheinlichkeit handelt es sich nicht um eine Wahrscheinlichkeit im mathematischen Sinne, sondern um den Versuch, das Ausmaß der Glaubwürdigkeit der Daten im Bericht zu quantifizieren - mit anderen Worten, es handelt sich um eine Bewertung der Fallqualität.

    Strangeness:
    0:
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein bekanntes und verständliches natürliches oder vom Menschen verursachtes Phänomen wie ein heller Planet, eine chinesische Laterne, eine linsenförmige Wolke, ein Meteor oder ein Flugzeuglandelicht.
    1:
    Möglicherweise ein bekanntes menschengemachtes oder natürliches Objekt, wenn ein Aspekt des Berichts falsch wiedergegeben oder falsch wahrgenommen wird.

    2: Mindestens ein wichtiger Aspekt des Berichts ist sehr rätselhaft.
    3:
    Der Bericht beschreibt durchgängig das Verhalten und die Erscheinung eines Objekts oder mehrerer Objekte, die sich konventionellen Erklärungen entziehen. Mehrere rätselhafte Beobachtungen.
    4:
    Der Bericht erfüllt die Kriterien von drei und weist darüber hinaus auf eine Interaktion mit dem Zeugen, den Tieren oder der Umgebung hin, z. B. durch Landespuren, Störungen der Ausrüstung oder Kommunikation.
    5: Der Bericht erfüllt einige der Kriterien von 4, plus zusätzliche seltsame und unerklärliche Aspekte wie Wiederholung von Ereignissen, fehlende Zeit oder Zeitverzerrung, Artefakte, hinzugefügte Zeit, Implantate oder andere höchst seltsame Phänomene.

    Probability:
    0:
    Starke Hinweise auf einen Schwindel oder eine Halluzination.  Die Glaubwürdigkeit des Zeugen ist nachweislich gering.
    1:
    Wenig Unterschied zwischen dem Bericht und einer erfundenen Geschichte: nur ein einziger Zeuge, der bereit ist, sich zu äußern, keine physischen Beweise, die durch eine Untersuchung bestätigt werden, keine Bestätigung, keine Notizen, Skizzen, Fotos oder Videos aus der Zeit. Fotos oder Videos, falls vorhanden, haben keine eindeutige Herkunft, Metadaten oder Kontext.

    2: Einzelner, kooperativer Zeuge mit gleichzeitigen Notizen, Skizzen oder Sichtungsberichten.  Möglicherweise ein zweiter Zeuge, aber keine starke Bestätigung, oder beträchtliche Absprache über die Geschichte vor der Diskussion mit den Ermittlern. Alle Beweise werden von den Ermittlungsergebnissen gestützt. Fotos oder Videos scheinen die Beobachtungen der Zeugen zu bestätigen, enthalten aber kaum zusätzliche Informationen.
    3:
    Mehrere glaubwürdige Zeugenberichte innerhalb kurzer Zeit nach der Sichtung mit guter Übereinstimmung zwischen den Zeugen.  Zeitgleiche Notizen und Skizzen. Fotografien oder Videos mit eindeutiger Herkunft und nützlichen Metadaten oder Kontext.  Die Fotos weisen Metadaten auf, die mit den Zeugenaussagen übereinstimmen, und wurden einer sorgfältigen Analyse unterzogen.  Die Zeugen suchen nicht die Öffentlichkeit. Alle Beweise werden durch Ermittlungsergebnisse gestützt.
    4:
    Alle Kriterien von (3), plus ein hohes Maß an Unabhängigkeit zwischen glaubwürdigen Zeugen.    Mehr als 1 Video oder Foto mit eindeutiger Herkunft und Metadaten zur gleichen Zeit von mehreren Beobachtern.  Physische Beweise, die einer Analyse unterzogen wurden.  Gründliche Untersuchung, die kurz nach dem Ereignis durchgeführt wird.
    5: Sowohl Fernerkundungsdaten (z. B. RADAR, optische Daten) als auch gut dokumentierte physische Beweise an Ort und Stelle mit eindeutigen Beweisketten aus äußerst glaubwürdigen Quellen zusätzlich zu den Kriterien von 4.

    IFO-Verifikation nach Rudolf Henke

    Von Rudolf Henke stammt eine Verifikation für die IFO-Fälle, die die Zuverlässigkeit der Erklärung angibt. Diese IFO-Verifikation wird teilweise von der GEP verwendet:

    Verifikation 1. Ordnung = V1: Es liegt eine temporäre und geografische Übereinstimmung (Koinzidenz) zu bekannten Objekten vor, sehr gut verifizierte IFO-Fälle.
    Verifikation 2. Ordnung = V2: Die Objektmerkmale gleichen den Merkmalen von bekannten Erscheinungen innerhalb des empirisch wie experimentell bestätigten Rahmens (wahrnehmungs-)psychologischer Abweichungen, gut verifizierte IFO-Fälle.
    Verifikation 3. Ordnung = V3: Die Objektmerkmale stimmen mit Merkmalen von mehreren bekannten Objekttypen überein, ausreichend verifizierte IFO-Fälle.


    International sind die Klassifikationen nach Hynek, Hendry und Vallée am gebräuchlichsten. Aus heutiger Sicht finden manche Klassifikationen nicht immer ungeteilte Zustimmung, da bspw. die Hynek'sche Einteilung rein objektorientiert ist und insbesondere psychologische Aspekte nur unzureichend berücksichtige. Hinsichtlich der Hendry-Klassifikation steht die Kritik im Raum, dass die Definitionen zu den UFOs i.e.S. nicht ausreichend beschrieben sind und die damit zusammenhängende Strangeness bzw. anomalen Merkmale nicht eindeutig definiert sind und nicht zwischen (beobachterabhängigen) Schein- und Rest-Strangeness (nach Untersuchung) unterschieden wird. Ebenso wird kritisiert, dass die (subjektive) Strangeness als zur Einteilung nicht ausreichend sei und weitere (objektive) Parameter hinzugefügt werden sollten. Die Einteilung nach Rutledge hingegen sei nicht ausreichend an der Praxis kritischer Falluntersuchungen orientiert und nicht differenziert genug.

    In der Bewertung der untersuchten Sichtungen finden daher kombinierte Probability(Reliability)/Strangeness-Ratings eine häufige Anwendung.

    In Deutschland verwendet die GEP sowohl die Hendry- als auch Henke-Klassifikation nach Fallabschluss, die MUFON-CES setzt auf die Klassifikation nach Rutledge kombiniert mit einer Einteilung nach UFOs im weiteren Sinn (identifiziert) und im engeren Sinn (unidentifiziert). 

     

    Begriffe zur Beschreibung des UFO/UAP-Phänomens im In- und Ausland.

    *** UFO/IFO ***

    Der meistverwendete und weltweit (noch) gebräuchlichste Begriff "UFO" steht für "Unidentified Flying Object" (dt.: "unidentifiziertes Flugobjekt"). Eingeführt wurde der Begriff 1952 von der US-Luftwaffe auf Anregung von Captain Edward J. Ruppelt, damaliger Leiter des Projekts Blaubuch, um den zuvor gebräuchlichen Begriff der "fliegenden Untertasse" abzulösen, da dieser die Vielfalt der Sichtungen nicht ausreichend beschreibe. Zum Begriff UFO gibt es keine einheitliche Definition, so dass es dazu unterschiedliche Ausprägungen gibt. Nachfolgend einige Beispiele.

    Das Air Technical Intelligence Center der US Air Force definierte 1954 UFO in der "Air Force Regulation 200-2" als:

    "Jedes in der Luft befindliche Objekt, das aufgrund seines Verhaltens, seiner aerodynamischen oder ungewöhnlichen Eigenschaften nicht auf irgendeinen gegenwärtig bekannten Flugzeug- oder Raketentyp passt oder nicht als ein bekanntes Objekt positiv identifiziert werden kann."


    Der Condon-Report von 1969 (Abschlussbericht zum UFO-Projekt an der Universität von Colorado) definiert UFO wie folgt:

    "Ein nicht identifiziertes fliegendes Objekt ... wird hier definiert als der Anstoß für einen Bericht, der von einer oder von mehreren Personen abgegeben wird, wonach diese etwas am Himmel ... gesehen haben, das der Beobachter nicht als natürlichen Ursprungs identifizieren konnte und das ihm so rätselhaft erschien, dass er sich entschloss, hierfür einen Bericht an die Polizei, Regierungsbeamte, die Presse oder vielleicht an einen Vertreter einer privaten Organisation ... zu richten."


    Die wohl bekannteste Definition stammt von Prof. J. Allen Hynek, Astronom, Berater beim Projekt Blaubuch der US Air Force und Gründer des Center for UFO-Studies (CUFOS):

    "Ein UFO ist die mitgeteilte Wahrnehmung eines Objektes oder Lichtes am Himmel oder auf dem Land, dessen Erscheinung, Bahn und allgemeines dynamisches und leuchtendes Verhalten keine logische, konventionelle Erklärung nahe legt und das rätselhaft nicht nur für die ursprünglich Beteiligten ist, sondern nach genauer Prüfung aller vorhandenen Indizien durch Personen, die technisch dazu in der Lage sind, eine Identifizierung nach dem gesunden Menschenverstand vorzunehmen, falls eine solche möglich ist, unidentifiziert bleibt."


    Vom kritischen deutschen UFO-Forscher und Foto- und Filmspezialisten Klaus Webner ("Die Nagora-Fotoserie kritisch betrachtet", "Wesen aus dem Weltraum?") stammt folgende, dem Condon Report entlehnte, aber  verständlicher formulierte Definition:

    "Der Begriff U.F.O. (Abkürzung für unidentified flying object) stammt aus der amerikanischen Luftfahrtterminologie und bezeichnet ein flugfähiges oder in der Luft befindliches Objekt, welches dem Beobachter fremdartig erscheint und während der Beobachtungszeit nicht von ihm identifiziert werden kann.
    Wurde z. B. ein Wetterballon nicht als solcher erkannt, dann liegt bereits eine U.F.O.-Sichtung vor und zwar relativ zum Beobachter. Hierbei wird deutlich, dass die Bezeichnung U.F.O. überhaupt nichts mit irgendwelchen außerirdischen Raumschiffen zu tun haben muss, wie es in Unkenntnis oft behauptet wird."


    Da die wahre Natur des Phänomens bislang unklar und in der Wissenschaft und UFO-Forschung umstritten ist, versuchen die einzelnen Definitionen auf meist verklausulierte Weise einen Rahmen zu definieren, der das Phänomen zutreffend beschreibt. Dabei werden Negativ-Definitionen eingesetzt, die das auszudrücken versuchen, was ein UFO nicht ist. Während der Condon Report ganz allgemein – und nur in Relation zum Beobachter, zum Zeitpunkt der Sichtung – eine UFO-Sichtung definiert, zielen USAF und Hynek auf eine Definition nach erfolgter Untersuchung bzw. Beurteilung ab. Im deutschsprachigen Raum wird dies differenziert durch die Begriffe "UFO im weiteren Sinn" (UFO i.w.S.), also jedes für den jeweiligen Beobachter unidentifizierte und gemeldete Objekt, und "UFO im engeren Sinn" (UFO i.e.S.), das sich auf die nach einer qualifizierten Untersuchung verbleibenden, ungeklärten Sichtungen bezieht. Eine Entsprechung im englischsprachigen Raum gibt es nicht.

    Die einzelnen Definitionen sind nicht immer widerspruchsfrei, da Hynek zum einen die technische Voraussetzung des Untersuchers hervorhebt, zum anderen dann den gesunden Menschenverstand bemüht.

    Der Begriff UFO an sich ist wertneutral und eine gemeldete, nicht identifizierte UFO-Sichtung sagt nichts über die dahinterstehende Ursache aus. Trotz dieser um Sachlichkeit bemühten Definitionen wird der Begriff UFO heutzutage umgangssprachlich häufig dem eher popkulturellen Begriff der "Fliegenden Untertasse" gleichgesetzt und als außerirdisches Raumschiff verstanden. Selbst innerhalb der UFO-Szene werden die Begrifflichkeiten nicht immer sauber angewandt. Oft ist begrifflich auch von "unbekannten" oder "nicht identifizierbaren" Flugobjekten die Rede, was formal nicht korrekt ist. Ersteres enthält bereits eine Wertung und letzteres erhebt einen Absolutheitsanspruch und berücksichtigt dabei nicht, dass jegliche Beurteilung und Klassifizierung einer Sichtung vorläufig ist und auf dem zum Untersuchungszeitpunkt bestehendem Informations- und Wissensstand beruht, der sich im Laufe der Zeit verändert.

    Gemeldete UFO-Sichtungen, die nach erfolgter Untersuchung auf ein herkömmliches Objekt oder Phänomen zurückgeführt werden können oder dem mit hoher Wahrscheinlichkeit entsprechen, bezeichnet man als "Identified Flying Object" (IFO, dt: "identifiziertes Flugobjekt"). Geprägt wurde der IFO-Begriff durch den amerikanischen UFO-Forscher Allen Hendry in seinem UFO-Handbook. Die frühere "Deutsche UFO/IFO-Studiengesellschaft" (DUIST) verwandte den Begriff abweichend als "interplanetarische Flugobjekt".

     *** Fliegende Untertasse ***

    Der umgangssprachliche Begriff der "Fliegenden Untertasse" (engl.: "Flying Saucer") wurde erstmalig bereits 1878 anlässlich der Sichtung von John Martin am 02.01.1878 bei Denison, Texas erwähnt. Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch fand der Ausdruck jedoch erst nach der bekannten Sichtung von Kenneth Arnold am 24.06.1947 im Luftraum über dem US-Staat Washington, wo er von einem Journalisten aufgrund der Schilderung Arnolds gebraucht wurde, in dem er das Flugverhalten der von ihm beobachteten Objekte beschrieb. Die US Air Force verwendete anfangs diesen Begriff, bis er 1952 vom Begriff UFO ersetzt wurde. Mittlerweile hat die "fliegende Untertasse" Einzug in die Popkultur gehalten und auch wenn sie als Synonym für ein außerirdisches Raumschiff verstanden wird, so war sie ursprünglich lediglich auf die typische Form bezogen, die sich in den Jahrzehnten nach der Arnold-Sichtung in Zeugenbeschreibungen und vor allem häufig auf den damals verbreiteten UFO-Fotos zeigte. Die dort zu sehenden "Untertassen" waren vielfach jedoch auf Fälschungen zurückzuführen.

    *** USO ***

    Im bzw. unter Wasser befindliche unidentifizierte Objekte, bzw. UFOs,  werden als "Unidentified Submarine Objects" oder "Unidentified Submerged Objects" (USO, dt.: "nicht identifizierte unterseeische Objekte"), bezeichnet. Der USO-Begriff muss nicht zwangsläufig mit UFOs in Verbindung gebracht werden, da damit auch nicht identifizierte U-Bootartige Objekte bezeichnet werden.

    *** UAP/UAO/UAS/AAP ***

    Im Zuge der neueren Aktivitäten der US-Regierung in Sachen UFO-Untersuchung und der Einrichtung der UAP Task Force im Jahr 2020 findet der "UAP"-Begriff eine zunehmende, internationale Verbreitung, wobei es den UAP-Begriff schon viel länger gibt, er sich bislang jedoch nicht durchsetzen konnte. In seiner früheren Form stand UAP für "Unidentified Aerial Phenomena" oder "Unusual Aerial Phenomena"(seltener "Unidentified Atmospheric Phenomenon"), also auf deutsch unidentifizierte bzw. ungewöhnliche Luftraum-Phänomene. Seit 2023 wird der UAP-Begriff sowohl vom UAP-Büro der US-Regierung als auch dem NASA UAP Study Team mit "Unidentified Anomalous Phenomena" definiert (dt.: "unidentifizierte anomale Phänomene"), da man nicht nur Phänomene im Luftraum ("Aerial"), sondern auch Phänomene im Weltraum sowie auf bzw. unter Wasser mit einbeziehen will. UAP wird hier allgemein definiert mit Sichtungen, die nicht sofort als herkömmliche Objekte oder Phänomene identifiziert werden können.

    Der UAP-Begriff gilt inzwischen vielfach als eine seriösere Alternative zum UFO-Begriff, da letzterer in der allgemeinen Verwendung in der Öffentlichkeit verbreitet mit fliegenden Untertassen gleichgesetzt wird und auch popkulturell als vorbelastet gilt. Der Begriff UFO transportiert hier nach wie vor das Klischee von außerirdischen Raumschiffen und hat daher einen schlechten Ruf im Rahmen einer um Ernsthaftigkeit und Wissenschaftlichkeit bemühten Forschung. Insbesondere akademische und wissenschaftliche Kreise bevorzugen den UAP-Begriff, während es in der privaten UFO-Forschung unterschiedliche Haltungen dazu gibt und hier auch nach wie vor von UFOs bzw. einem UFO-Phänomen gesprochen wird. 

    Wie erwähnt, ist der UAP-Begriff an sich nicht neu, sondern wurde schon in den 1950er Jahren vom US Air Force Technical Intelligence Center (ATIC) erwähnt. Im Lehrbuch der US Air Force zum Thema "Einführung in die Weltraumwissenschaft" für das Herbstsemester 1970 gibt es ein Kapitel zum UFO-Thema das mit "Unidentified Aerial Phenomena" betitelt ist. Insgesamt wurde der Begriff in der Vergangenheit jedoch nur sporadisch verwendet. In den vergangenen Jahren wurde der UAP-Begriff seitens mancher öffentlicher Stellen, wie z.B. vom britischen Ministry of Defense (MoD) oder der amerikanischen Luftfahrtbehörde (FAA) bevorzugt.  In der UFO-Szene wurde der UAP-Begriff prominent durch die britische UFO-Forscherin Jenny Randles in ihren Büchern UFO Study (1981) und UFO Reality (1983) zwar etwas populärer gemacht, konnte sich jedoch noch nicht in der Breite durchsetzen. In den Bezeichnungen mancher UFO-Gruppen findet sich ein Bezug auf den UAP-Begriff (z.B. APRO, NICAP, NARCAP, GEIPAN). Hierzulande favorisierte die UFO-Gruppe CENAP noch in den 1980er Jahren den UAP-Begriff. Anlass waren damals Sichtungsberichte leuchtender Objekte, bei denen man auch Richtung Plasmaphänomen dachte (angelehnt an die Überlegungen von Jenny Randles zu diesem Begriff), die sich dann aber als Miniheißluftballons entpuppten. Ein Problem war damals aber auch der mangelnde Bekanntheitsgrad des Begriffs in der Öffentlichkeit und man es seitens der UFO-Szene als schwierig empfand, einen neuen Begriff nach außen hin einzuführen. 

    Jenny Randles sah den UAP-Begriff einerseits als möglichen, neutraleren Ersatz für "UFO" an, andererseits auch als Bezeichnung eines unbekannten atmosphärischen (Plasma-)Phänomens, das sie in UFO Study wie folgt beschreibt: 

    "Unabhängig von seinem angeblichen Ursprung wird allgemein angenommen, dass ein UAP aus fluoreszierender, energetisierter Luft besteht, die irgendwie eine kugelförmige oder andere Form annehmen kann. Die scheinbar künstlichen Oberflächenmerkmale könnten aus denselben Wahrnehmungseffekten resultieren, die für die illusorischen Formen verantwortlich sind, die mit einigen konventionellen IFOs in Verbindung gebracht werden (...). Darüber hinaus wird behauptet, dass sie Radiowellen, Mikrowellen, Infrarot- oder Ultraviolettstrahlung aussenden können, was zu verschiedenen Sekundäreffekten führt, die von Fahrzeugstörungen über Radiostörungen bis hin zu physiologischen Symptomen bei Menschen und Tieren reichen."


    Richard F. Haines
    , u.a. Wissenschaftler bei der NASA und wissenschaftlicher Direktor des National Aviation Reporting Center on Anomalous Phenomena (NARCAP) definierte UAP in Anlehnung an Hynek wie folgt:

    "Ein unidentifiziertes Luftraumphänomen (UAP) ist ein visueller Stimulus, der einen Sichtungsbericht über ein Objekts oder Licht am Himmel hervorruft, dessen Aussehen und/oder Flugdynamik nicht auf ein logisches, konventionelles Flugobjekt schließen lassen, und der auch nach eingehender Prüfung aller vorliegenden Beweise durch Personen, die technisch dazu in der Lage sind, sowohl eine umfassende technische Identifizierung als auch eine solche nach dem gesunden Menschenverstand vorzunehmen, falls eine solche möglich ist, unidentifiziert bleibt."


    Das US-UAP-Büro AARO definiert UAP folgendermaßen:

    "Unidentifizierte anomale Phänomene (UAP) sind (A) Objekte in der Luft, die nicht unmittelbar identifizierbar sind; (B) Objekte oder Geräte in der Luft; (C) und Objekte oder Geräte unter Wasser, die nicht unmittelbar identifizierbar sind und die Verhaltens- oder Leistungsmerkmale aufweisen, die darauf hindeuten, dass die Objekte oder Geräte mit den in Unterabsatz (A) oder (B) beschriebenen Objekten oder Geräten verwandt sein könnten. (Gemäß dem NDAA FY23 Abschnitt 1673(d)(8))

    Das DoD betrachtet Unidentifzierte anomale Phenomene (UAP) als Quellen anomaler Entdeckungen in einem oder mehreren Bereichen (d.h. in der Luft, auf See, im Weltraum und/oder über das Medium), die noch nicht bekannten Akteuren zugeordnet werden können und die Verhaltensweisen zeigen, die von Sensoren oder Beobachtern nicht ohne weiteres verstanden werden.

    Zu den "anomalen Entdeckungen" gehören unter anderem Phänomene, die offensichtliche Fähigkeiten oder Material zeigen, das die bekannten Leistungsgrenzen überschreitet. Ein UAP kann aus einem oder mehreren nicht identifizierten anomalen Objekten bestehen und über einen längeren Zeitraum andauern."


    Kürzer fasst sich das NASA UAP Study Team in ihrer Definition:

    "... unidentifizierte anomale Phänomene (UAPs) - d. h. Beobachtungen von Ereignissen am Himmel, die nicht als Flugzeuge oder bekannte Naturphänomene identifiziert werden können ..."


    Mittlerweile hat sich der Begriff auch im deutschen Sprachraum verbreitet und kann nach außen hin die Diskussion auf eine weniger emotionsgeladene Ebene und weg von der Fixierung auf die ETH und materieller Objekte lenken. UAP kann gleichzeitig auch als Oberbegriff dienen, dem auch anderweitige atmosphärische Phänomene, wie bspw. Kugelblitze, Erd(beben)lichter oder andere anomale Leuchtobjekte, zugeordnet werden können.

    In den Vereinigten Staaten wurde von der mittlerweile aufgelösten Gruppe APRO exklusiv der Begriff des "Unconventional Aerial Object" (UAO, dt.: "unkonventionelle Luftraum-Objekte"), speziell für Phänomene verwendet, die nicht als gewöhnlich oder irdisch erklärt werden können und schwer zu klassifizieren sind. Der UFO-Begriff wurde für Phänomene verwendet, die aufgrund hinreichender Zeugnisse eine Klassifikation ermöglichten.

    Das australische Verteidigungsministeriums untersuchte bis 1996 gemeldete UFO-Sichtungen und verwendete hierfür den Begriff der "Unconventional Aerial Sightings" (UAS).

    Vereinzelt, so u.a. auch von Richard Haines, wird der Begriff der "Anomalous Aerial Phenomena", (AAP, dt.: "anomale Luftraum-Phänomene") verwendet, so in seinem Vorwort zum Buch "On Pilots and UFOs" von Willy Smith.

    *** OVNI/PAN/MOC ***

    Im französischen Sprachraum wird der Begriff "OVNI" (Objet Volant Non-Identifé) als französische Übersetzung des englischen Begriffs UFO verwendet, neben dem "PAN"-Begriff (Phénomènes Aérospatiaux Non-Identifiés) als Entsprechung des UAP-Begriffs (s.o.), wobei sich der PAN-Begriff auf Luft- und Raumfahrtphänomene bezieht. Ferner findet sich die Abkürzung OVNI auch in den Sprachen spanisch, portugiesisch und italienisch.

    Von den französischen UFO Forschern Aimé Michel und Jaques Vallée wurde der Begriff  "MOC" (Mystérieux Objets Célestes, dt.: "Mysteriöse Himmelsobjekte") eingeführt.

    *** EL/EQL/ALP ***

    Ein UAP-Ableger sind die in den frühen 1980er von Paul Devereux entwickelten und publizierten "Earth Lights" (EL, dt.: "Erdlichter"), eine Variante der "Earthquake Lights" (EQL, dt.: "Erdbebenlichter"), die im Zusammenhang mit Erdbeben sowie anderen geologischen bzw. tektonischen Aktivitäten gesehen werden. Auch der amerikanische UFO-Forscher John Keel tendierte in diese Richtung. Als ein Beispiel für ein geologisch verursachtes Lichtphänomen werden vereinzelt auch die bei Hessdalen seit den 1980ern beobachteten Lichtobjekte angeführt, auch wenn das Hessdalen-Phänomen ganz unterschiedliche und von Erdlichtern auch abweichende Erscheinungsweisen zeigt und auch einige fehlinterpretierte, herkömmliche Objekte darunter zu finden sind.

    Ein mit Erdlichtern verwandter Ausdruck ist der vom kanadischen Neurologen und Geologen Dr. Michael Persinger geprägte Begriff "ALP" (Anomalous Luminous Phenomena, dt.: "anomale leuchtende Phänomene"), die er folgendermaßen beschreibt:

    "[ALPs] zeigen sonderbare Bewegungen, strahlen ungewöhnliche Farben oder Töne aus und hinterlassen gelegentlich physikalische Rückstände. Wenn sich diese Phänomene einem Beobachter nähern, werden häufig exotische Kräfte und Wahrnehmungen berichtet. Die meisten ALP zeigen eine Lebensdauer im Minutenbereich und scheinen Abmessungen im Meterbereich zu haben."


    Persinger verwendet den Begriff in der Beschreibung seiner »Tectonical Strain Theory« (Theorie der tektonischen Deformation), ein Erklärungsmodell für das UFO-Phänomen auf der Basis der Erdlichter bzw. ALP. Im deutschen Sprachraum ist der ALP-Begriff allerdings kaum bekannt.

    *** Strangeness/Oz-Faktor ***

    Im Zuge der Falldiskussion und Beurteilung von UFO-Sichtungen kommt häufig der Begriff der "Strangeness" (dt.: Fremdartigkeit oder Seltsamkeit) ins Spiel, der sich auf fremdartige, als anomal angesehene, Details bzw. eigenartige oder bizarre Merkmale einer Sichtungserfahrung bezieht, die eine herkömmliche Erklärung erschweren oder ihr entgegenstehen. Art und Höhe der Strangeness bilden vielfach auch die Grundlage der Klassifizierung einer UFO-Sichtung, insbesondere als unidentifiziert.

    Den Begriff der Strangeness hat der US-amerikanische Astronom und UFO-Forscher J. Allen Hynek 1972 in seinem Buch "The UFO-Experience: A scientific enquiry" eingeführt und beschreibt die Bewertung der Fremdartigkeit dort als...

    "... ein Maß dafür, wie "sonderbar" ein Bericht innerhalb seiner jeweiligen allgemeinen Klassifizierung ist. Genauer gesagt kann es als Maß für die Anzahl der Informationsbits angesehen werden, die die Meldung enthält und die mit dem gesunden Menschenverstand schwer zu erklären sind. Ein am Nachthimmel gesichtetes Licht, dessen Flugbahn nicht einem Ballon, Flugzeug usw. zugeordnet werden kann, hätte dennoch eine niedrige Fremdartigkeit, weil es nur eine seltsame Sache an der Meldung zu erklären gibt: Seine Bewegung. Ein Bericht über ein seltsames Flugobjekt, das sich auf einer einsamen Straße bis auf wenige Meter an ein Auto heranbewegte, den Motor des Autos abwürgte, das Radio ausschaltete, die Lichter erloschen, Spuren auf dem Boden in der Nähe hinterließ und offenbar von einem intelligenten Wesen gesteuert wurde, erhält eine hohe Fremdartigkeit, weil er eine Reihe von einzelnen, sehr seltsamen Dingen enthält, die alle den gesunden Menschenverstand übersteigen."


    Nach wie vor ist die Fremdartigkeit einer geschilderten UFO-Erfahrung auch international ein wichtiger Gegenstand bei der Beurteilung von UFO-Sichtungen, wobei häufig aber auch auf die fehlende Messbarkeit (Quantifizierung) und den subjektiven Charakter der seitens Augenzeugen geschilderten seltsamen Merkmale hingewiesen wird, so dass bei der Beurteilung und Klassifizierung von UFO-Sichtungen neben der Fremdartigkeit ergänzend auch andere, qualitative Merkmale der Sichtung bzw. Untersuchung mit einbezogen werden.

    Eine spezielle Form der Strangeness ist der so genannte "Oz-Faktor", den die britische UFO-Forscherin Jenny Randles 1983 in ihrem Buch "UFO Reality" formuliert hat und der ungewöhnliche Bewusstseinszustände der Zeugen während einer UFO-Erfahrung bezeichnet. Randles schreibt in ihrem Buch über UFO-Zeugen, die von einem "Gefühl der Isolation oder der Versetzung aus der realen Welt in eine andere Umgebung" berichten. Sie kommentierte, dass dieses Gefühl "fast den Eindruck erweckt, dass der Zeuge vorübergehend aus unserer Welt in eine andere versetzt wird, in der die Realität ähnlich, aber etwas anders ist. Eine Welt, in der Wunder geschehen können". Sie stellte fest, dass dieser Effekt "weit verbreitet und wichtig" sei und nannte ihn "Oz-Faktor", nach dem Märchenland Oz. Es sei, "als ob der berühmte Zauberer aus diesem Land einen Zauber ausspricht, der den Zeugen in eine neue Realität versetzt".

    Sie weist aber auch darauf hin, dass man nicht wisse, ob während der so genannten "fehlenden Zeit" tatsächlich etwas passiert. "Alles, was wir wirklich wissen, ist, dass solche Ereignisse eine konsistente Gruppierung von merkwürdigen Merkmalen aufweisen, die einige als den 'Oz Faktor' bezeichnen, nämlich dass die Zeit verzerrt wird, Umgebungsgeräusche verschwinden und der Zeuge das Gefühl hat, dass sein Geist vorübergehend phasenverschoben ist. Wenn sie jedoch danach einfach das Bewusstsein verlieren, entsteht ein Zeitablauf, in dem keine 'verdrängten' Erinnerungen vorhanden sind, die abgerufen werden können.

     

     

     

    Die Frage von unserem kleinen, grünen Freund stellen sich die Menschen schon seit vielen Hundert Jahren. Bereits im Mittelalter haben die ersten Astronomen die Planeten in unserem eigenen Sonnensystem und die vielen hellen Sterne am Nachthimmel mit Teleskopen beobachtet.

    Die Sonne ist der Stern unseres Sonnensystems. Um sie herum kreist die Erde und alle anderen Planeten wie zum Beispiel der Jupiter, der Saturn oder auch der Mars. Die hellen Sterne, die wir jeden Abend am Himmel sehen können, sind die Sonnen von anderen Sonnensystemen, die unvorstellbar weit von uns entfernt sind. Und obwohl wir Menschen schon seit Hunderten von Jahren diese Sterne beobachten ist es den Forschern erst vor wenigen Jahren gelungen, zu beweisen, dass es um viele dieser Sterne auch Planeten gibt, die um sie herum kreisen. Diese Planeten nennt man Exoplaneten, weil sie eben in einem anderen Sonnensystem als dem unsrigen existieren.

    Wir wissen also heute, dass es im Weltraum noch ganz viele andere Planeten gibt. Ob es dort aber auch Leben geben kann, also echte Außerirdische, dass wissen wir leider nicht. Schon allein in unserem Sonnensystem ist die Erde eine Ausnahme. Kein anderer Planet, den wir Menschen bisher mit Teleskopen oder Raumsonden sehen konnten, ist bewohnt. Die Erde ist also etwas sehr Kostbares, auf das wir sehr gut Acht geben sollten.

    Und obwohl es uns Menschen auf unserer Erde bereits seit vielen Tausend Jahren gibt, können wir sie erst seit ungefähr 50 Jahren verlassen und in den Weltraum fliegen. Wir Menschen waren schon auf dem Mond und seit vielen Jahren fliegt um die Erde eine von uns gebaute Raumstation, in der sich immer einige Astronauten aus verschiedenen Ländern für ein paar Monate aufhalten und Forschungen betreiben. Diese Raumstation kann man nachts manchmal auch als kleinen, weißen Punkt, wie ein Stern, schnell über den Himmel fliegen sehen. Leider haben wir Menschen es aber noch nicht weiter hinaus in den Weltraum geschafft. Dafür aber haben wir Roboter auf den Mars geschickt, die uns tolle Fotos von diesem Planeten zurück auf die Erde gefunkt haben. Und wir haben Raumsonden in den Weltraum geschickt. Eine davon, die Pioneer 10 Sonde, sogar mit einer Botschaft von uns Menschen, falls diese Raumsonde irgendwann einmal von Außerirdischen gefunden wird. In dieser Botschaft ist zum Beispiel beschrieben, wie wir Menschen aussehen und wo die Erde im Weltraum zu finden ist.

     

    Vielleicht wissen die Außerirdischen aber auch schon, dass wir existieren. Denn seit den ersten Radiosendungen und später dem Fernsehen strahlen wir ständig Funksignale in den Weltraum, die sich immer weiter ausbreiten. Die ersten Signale früher Rundfunksendungen  haben sich schon über  70 Lichtjahre in den Weltraum ausgebreitet. In diesem Umkreis befinden sich mehrere Sterne, die unserer Sonne recht ähnlich sind. Wenn diese Sterne vielleicht auch Planeten wie die Erde besitzen, könnte auf dem einen oder anderen auch intelligentes Leben existieren. 

    Vielleicht fängt eine fremde Zivilisation diese Signale auf und wird auf uns aufmerksam. Vorausgesetzt, dass sie den Weltraum um sich herum abhören und nach solchen Signalen lauschen, so wie unsere Astronomen das auch schon tun.

    Viele Jahrzehnte schon lauschen wir mit großen Antennen in den Weltraum und hoffen einmal Signale einer fremden Zivilisation einzufangen. Bislang gelang es leider nur einmal, ein fremdartiges Signal einzufangen, das als „Wow“-Signal in die Geschichte einging. Die Herkunft dieses Signals ist nach wie vor rätselhaft. Aber es konnte seither nicht wieder eingefangen werden. Die Astronomen geben aber nicht auf und suchen weiter nach Hinweisen auf fremde Zivilisationen im All. Allerdings wird eine direkte Kommunikation, aufgrund der großen Entfernungen und extrem langen Laufzeiten einer Nachricht, als unmöglich angesehen.

    Die Wahrscheinlichkeit für höher entwickeltes, intelligentes Leben, vielleicht sogar eine technische Zivilisation wie wir, wird von der Wissenschaft sehr unterschiedlich eingeschätzt. Die Meinungen gehen da sehr weit auseinander, da wir dafür einfach noch zu wenig wissen. Allgemein geht die Wissenschaft aber davon aus, dass außerirdische Zivilisationen eher selten im Universum sind. Die Wahrscheinlichkeit für einfaches Leben (Mikroorganismen) oder niedere Lebensformen wird dagegen von den meisten Wissenschaftlern als sehr hoch eingeschätzt. Viele glauben auch, dass wir schon in naher Zukunft Nachweise für derartiges, einfaches außerirdisches Leben finden werden, vielleicht sogar in unserem eigenen Sonnensystem. Hier gilt der Jupitermond Europa als heißer Kandidat, unter dessen Eismantel ein Ozean aus flüssigem Wasser vermutet wird.

    Die Frage, wie außerirdisches Leben aussehen könnte, kann bislang niemand beantworten. Hier kann jeder seine eigene Fantasie einsetzen. Wir haben Zeichnungen von Ufos und Außerirdischen zusammen getragen, die von Kindern in eurem Alter gezeichnet wurden. Jedes Kind hat seiner Fantasie freien Lauf gelassen. Unter "Ufo Kinderzeichnungen" links im Menü könnt ihr euch die Bilder nach dieser Entdeckungsreise alle anschauen.

    Was denkt Ihr, wie Außerirdische aussehen? Wenn Ihr Spaß daran habt, dann malt doch einmal ein Bild und schickt uns das zu. Wir freuen uns über jedes Bild, das wir hier auch gerne abdrucken.

     

    Merke Dir also:

    1. Die Sonne ist ein Stern, wie all die anderen Sterne am Nachthimmel auch.

    2. Es gibt Planeten in anderen Sonnensystemen. Diese nennt man Exoplaneten.

    3. Bis heute gibt es keinen Beweis, dass es Außerirdische irgendwo im Weltall gibt.

     

     

    WEITER

    Die Frage, die sich unser kleiner, grüner Freund stellt, ist sehr spannend. Im Fernsehen sieht man ganz oft große Raumschiffe durch den Weltraum fliegen. Vielleicht kennt Ihr ja die Serie "Star Trek" bzw. "Raumschiff Enterprise". Eure Eltern und schon Eure Großeltern haben diese Serie gesehen. Auch im Kino gibt es immer wieder Filme, in denen Außerirdische die Erde in ihren Raumschiffen besuchen. Wir Menschen sind sehr begeistert von dieser Vorstellung. Leider aber sind die Raumschiffe im Fernsehen nicht echt und es ist in Wirklichkeit viel schwerer, solche Raumschiffe zu bauen. Deshalb spielen diese Serien im Fernsehen immer in der Zukunft, manchmal 100 Jahre, manchmal aber auch noch viel später nach unserer heutigen Zeit. Und wer weiß, vielleicht gibt es in 100 Jahren oder später wirklich die Möglichkeit, dass wir Menschen solche Raumschiffe bauen und weit in den Weltraum fliegen können.

    Und vielleicht sind die Außerirdischen ja schon 100 Jahre oder noch viel länger auf ihrem Planeten als wir Menschen und haben deshalb schon diese Technologie? Ja, das kann sein. Aber wir wissen es einfach nicht. Manche Menschen glauben das, andere glauben das nicht. Nur wirklich wissen tut es niemand.

    Schauen wir uns also einmal die gigantischen Abstände im Weltraum an. Denn es nützt ja nichts, wenn wir ein tolles Raumschiff haben, aber der nächste bewohnte Planet so weit entfernt ist, dass wir gar nicht die Möglichkeit haben, um dort hin fliegen zu können.

    Die Entfernungen im Weltall sind so unvorstellbar groß, dass sie nicht mehr in Kilometern gemessen werden, sondern in Lichtjahren. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. In Kilometern sind das 9.460.000.000.000 Km (9,46 Billionen Kilometer).

    Die Entfernung von unserer Erde bis zur Sonne ist schon sehr weit. Und trotzdem braucht das Licht für die Strecke nur 8 Minuten.

    Der nächste Stern außerhalb unseres Sonnensystems, Proxima Centauri, ist aber schon so weit weg, dass das Licht unserer Sonne 4 Jahre benötigt bis es dort ist. In Kilometern sind das 37,84 Billionen Km.

    Und man muss wissen, dass das Licht schon superschnell ist. Wir Menschen schaffen es nicht einmal, annähernd an diese Geschwindgkeit heranzukommen. Wir messen Geschwindigkeit fast immer in Kilometer pro Stunde (Km/h).

    Ein Formel 1 Auto schafft zum Beispiel 350 km/h.

    Ein Düsenjet kann auch mal 2.000 Km/h erreichen.

    Das Licht aber ist 1.080.000.000 Km/h schnell.

    Wie ihr sehen könnt, haben wir Menschen bis jetzt keine Chance, an die Lichtgeschwindigkeit heranzukommen. Wir sind einfach viel viel zu langsam. Vielleicht schaffen wir es mal auf einige Prozent der Lichtgeschwindigkeit, was aber eine lange Beschleunigung und einen hohen Energieaufand bedarf. Auch wenn es viele Spekulationen und Modelle über mögliche künftige Antriebe gibt, die einen schnelleren Weltraumflug ermöglichen sollen, so sind diese derzeit noch rein theoretischer Natur. Deshalb dürfte es uns auch in der nahen Zukunft kaum möglich sein, große Entfernungen im Weltraum zu überbrücken. Ob andere fortgeschrittene Lebewesen im Weltraum solche Möglichkeiten haben, wissen wir derzeit nicht. Auch für solche Lebewesen gelten dieselben physikalischen Gesetze und Grenzen, wie für uns. Am ehesten wären sogenannte Generationenraumschiffe vorstellbar, bei denen es weniger auf die Geschwindigkeit ankommt, und die dann auch mehrere hundert Jahre unterwegs sein können.

    Aber aufgrund der extrem großen Entfernungen zwischen möglichen außerirdischen Zivilisationen und uns sehen die Wissenschaftler Besuche von Aliens in Raumschiffen als eher unwahrscheinlich an.

     

    Merke Dir also:

    1. Raumschiffe in Filmen sind leider nicht echt. Unsere Technologie ist noch nicht so weit, wie im Kino oft zu sehen ist.

    2. Die Entfernungen im Weltall sind so groß, dass wir noch nicht in andere Sonnensysteme fliegen können.

      

    WEITER

    Seite 21 von 35

    • Lichter in der Nacht

      Lichter in der Nacht

      Sie haben ein seltsames Licht oder Objekt am Himmel gesehen und wissen nicht was es ist? Hier finden Sie häufige Verursacher von UFO-Meldungen.
    • UFO/UAP-Sichtung melden

      UFO/UAP-Sichtung melden

      Wenn Sie etwas Ungewöhnliches beobachtet haben und melden möchten, finden Sie hier weitere Infos und Meldestellen.
    • UAP at a Glance - Basics

      UAP at a Glance - Basics

      Ausgewählte Themen kompakt auf einen Blick - Selected topics at a glance, in German and English.

    Highlights

    Blog

    Blog

    Stimuli-Katalog

    Stimuli-Katalog

    Der UFO-Zeuge

    Der UFO-Zeuge

    Roswell-Absturz

    Roswell-Absturz

    Fall Greifswald

    Fall Greifswald

    Reichsflugscheiben

    Reichsflugscheiben

    UFOs kinderleicht

    UFOs kinderleicht

    Meistgelesen

    Die Alien-Mumien von Nazca

    Zum Artikel

    Offizielle Freigabe der Navy UFO-Videos

    Zum Artikel

    Innerhalb des geheimen UFO-Programms des Pentagon

    Zum Artikel

    Zuverlässigkeit von Augenzeugenberichten

    Zum Artikel

    Problemfall Gruppensichtung

    Zum Artikel

    Pentagon: „Nicht von dieser Erde“(?)

    Zum Artikel

    Ausgewählte Ereignisse in der Geschichte des UFO-Mythos'

    Über

      ufoinfo.de bietet grundlegende Informationen zum UFO/UAP-Phänomen und dessen Untersuchung. Ferner liegt ein Schwerpunkt auf Forschungen zu psychologischen Implikationen zu UAP. Grundlage ist ein offener und wissenschaftlich-kritischer Ansatz.

    Etwas Ungewöhnliches gesehen?

    Auf der Infoseite mit häufigen und typischen Auslösern von UFO-Meldungen finden Sie vielleicht schon eine Lösung. Ansonsten finden Sie auf der Meldestellenseite Kontaktmöglichkeiten, um Ihre Sichtung zu melden und kompetent beurteilen zu lassen.

    » INFOSEITE ÜBER LICHTER AM HIMMEL« 

    » UFO/UAP-SICHTUNG MELDEN «

    Social Media