Neben den zu erwartenden, aber nach wie vor eher wenigen, Berichten über die UAP-Aktenfreigabe in den USA, fand es auch der neue, von Avi Loeb einberufene, Wissenschaftsrat in die Medien, der UAP-Sichtungen untersuchen soll. Eine kritischere Betrachtung zu außerirdischen Besuchen war ebenso Medienthema, wie auch Voyager 1, mit der berühmten Botschaft für Außerirdische. Ferner sorgte erneut wieder ein Lichtphänomen am Himmel über Wien für Aufregung.

Neues UAP-Aktenrelease aus den USA: Mehr Material, mehr Bilder, weiter offene Fragen
Erneut war die Freigabe von UFO/UAP-Akten Thema in den Medien, auf Grund des 3. Release. Im Kern geht es um 72 neue Akten, darunter Berichte über ein „kartoffelförmiges“ Objekt über Colorado, rote Kugeln im Nordosten der USA sowie weitere ungeklärte Sichtungen. Die Akten liefern zwar weitere historische Unterlagen, neue Details, Illustrationen und teils Videos, aber weiter keine belastbaren Belege für außerirdische Ursachen. Angesichts von Unterlagen, die auf Vorfälle in anderen Ländern verweisen, gibt es auch Spekulationen über angebliche Reverse-Engineering-Wettläufe mit China und Russland, allerdings ohne belastbare Belege.
Quellen: come-on | msn | msn | Vietnam.vn
Klären Wissenschaftler UAP-Sichtungen auf?
Im Rahmen der Berichterstattung zu den freigegebenen UAP-Akten des Pentagons rücken auch Sicherheitsthemen in den Mittelpunkt und die Analyse der in den Unterlagen enthaltenen, noch ungeklärten Vorfälle. So soll ein neuer wissenschaftlicher Beirat unter Leitung von Avi Loeb bei der Aufklärung von UAP-Sichtungen helfen, da einem Bericht nach für 40 Prozent der gemeldeten Phänomene keine plausible Erklärung vorliege. Vielfach wird hier von einem wissenschaftlichen Rat der US-Regierung gesprochen, im Kern ist dies eine Initiative von Avi Loeb und mehrere der Beteiligten sind mit seinem Galileo-Projekt verbunden.
Das Who-is-who liest sich zwar beeindruckend, aber ufologisch unvorbelastet ist da kaum jemand. Bleibt abzuwarten, inwieweit hier eine unvoreingenommene Herangehensweise und eine rationale Aufklärung, wie sie bei den meisten Fällen möglich ist, stattfindet. Lediglich mit Michael Shermer ist eine eher kritische und rationale Stimme vertreten. Was fehlt sind erfahrene Feldforscher und Falluntersucher, die mit der Aufklärung gemeldeter Sichtungen und den vielfältigen Fehlinterpretationen und Stimuli vertraut sind. Aus eben jenen Kreisen kommen Hinweise auf Himmelslaternen im Fall des Videos mit den „roten Orbs“. Mal sehen, ob das in dem Wissenschaftsrat Berücksichtigung findet (Siehe hierzu auch den aktuellen Blogbeitrag).
Quelle: Tag 24
Außerirdische als Heilsbringer?
Der neue Spielberg-Film „Disclosure Day“ zieht auch schon die ersten Kritiken nach sich, die recht unterschiedlich ausfallen. Kein gutes Haar daran lässt ein Betrag auf „Pro - Das christliche Medienmagazin“, das die „unerträglich langen zweieinhalb Stunden (als) ein Plädoyer für esoterischen, unwissenschaftlichen Quatsch sowie für mehr dämonische Mächte im Leben“ ansieht. Der Beitrag ist dabei gar nicht aus einer speziell christlichen Perspektive geschrieben, wie man vermuten könnte, sondern überaus nüchtern mit viel Ironie, gerade was das Disclosure- und Alien-Thema angeht. Selber habe ich den Film noch nicht gesehen, werde dies aber bewusst als Popkornkino zur Unterhaltung betrachten und lasse mich überraschen.
Quelle: Pro
Warum Aliens wohl nicht einfach vorbeischauen
Parallel zur UAP-Aktenwelle gibt es auch eine deutlich nüchterne Gegenlinie, so fasst ein Beitrag drei physikalische Gründe zusammen, warum Alien-Besuche auf der Erde extrem unwahrscheinlich bleiben. Zentral sind dabei die interstellaren Distanzen, der enorme Energiebedarf für Reisen nahe der Lichtgeschwindigkeit und die Frage, ob eine fremde Biologie unsere Atmosphäre überhaupt vertrüge. Gerade letzteres dürfte eines der Hauptprobleme bei der Besiedelung fremder Planeten sein, dass wir letztlich nicht auf das Mikrobiom der jeweiligen Umwelt (Atmosphäre, Wasser, etc) angepasst sind und wir daran scheitern, ebenso wie umgekehrt Aliens hier auf der Erde.
Quelle: FR
Voyager als Kontaktversuch
Der NDR blickt auf Voyager 1, die goldene Platte und die kulturelle Idee hinter unseren realen Kontaktversuchen zu Außerirdischen. Der Text verbindet den Spielberg-Film-Diskurs mit realer Raumfahrtgeschichte: 55 Grußworte in 55 Sprachen, Musik und Bilder der Erde als Botschaft ins All. Im Mittelpunkt stehen dabei keine UAP- und Alienkontakt-Spekulationen, sondern die langfristige, menschliche Seite der Suche nach außerirdischem Leben.
Quelle: NDR
Lichter am Himmel, schnelle UFO-Deutung, einfache Auflösung
Wien war mal wieder Schauplatz von UFO-Meldungen. Immer wieder tauchen von dort Aufnahmen vermeintlich mysteriöser Objekte oder Lichter am Himmel auf, die allerdings bislang immer eine Auflösung fanden. Vergangene Woche war es wieder soweit, mehrere Medien berichteten über ein mysteriöses Lichtspektakel über Wien an, das in sozialen Medien sofort UFO-Spekulationen auslöste. Allerdings wurde immer auch die bodenständige Auflösung geliefert: Die Lichtstrahlen und leuchtenden Punkte stammten von der Bühnen- und Lichtshow eines Konzerts im Ernst-Happel-Stadion und waren weit über Wien hinaus sichtbar. Derartige Lichtshows sorgen seit Langem immer wieder für erstaunte Beobachter, nicht zuletzt aufgrund ihrer Erscheinunsgweise.
Quellen: oe24 | Heute.at | Krone.at
