Mehrere Beiträge der vergangenen Woche befassten sich mit SETI-Aktivitäten und einem möglichen Kontakt mit Außerirdischen. Auch die Suche nach Aliensonden über das Projekt VASCO im Erdorbit war erneut Thema. Einige Beobachtungen im In- und Ausland sorgten für Erstaunen und ein bekannter Ufologe spekuliert auch wieder über außerirdische Basen.

Erstkontakt als Governance-Frage: Was tun bei einem Alien-Kontakt?
Was tun wir und wie reagieren wir, wenn wir eines Tages tatsächlich einen Kontakt zu intelligentem außerirdischen Leben bekommen? Eine Frage, die immer wieder diskutiert wird, auch ganz unterschiedlichen Sichtweisen.
Ein Beitrag bezieht sich auf die Richtlinie des SETI Post-Detection Hub, über die der Soziologe Dr. Andreas Anton bei SWR spricht und dazu meint, dass das größte Risiko womöglich nicht bei den Außerirdischen, sondern in der menschlichen Reaktion läge, von Falschinformationen über Panik bis hin zu geopolitischen Konflikten.
Daneben soll die US-Regierung bereits einen Plan für einen solchen Kontakt haben. Grundlage dafür ist ein Bericht der Psychologien Dr. Jennice Vilhauer, der in Regierungskreisen vorgestellt wurde. Darin werden insbesondere umfangreiche Vorbereitungen in verschiedenen Sektoren gefordert, darunter auch Schulungen für verschiedene Berufsgruppen. Deutschland will aktuell keinen entsprechenden Plan aufstellen, da ein derartiges Ereignis als sehr unwahrscheinlich gehalten wird.
SETI wird akademisch breiter: ETH Zürich, Techno-Signaturen und kosmische Archäologie
Mehrere Beiträge befassen sich mit dem SETI-Projekt und dessen Aktivitäten. So wird das 1999 initiierte Projekt Seti@home thematisiert, das vor allem Ältere als Bildschirmschoner kennen dürften. Auch wenn sich daraus keine konkreten Indizien ergaben, konnte man doch viele Erkenntnisse daraus ziehen.
Die renommierte ETH Zürich hat eine Kooperation mit dem SETI-Institut bekanntgegeben. Dazu wird eine neue Assistenzprofessur geschaffen, die in den ersten zehn Jahren vom SETI-Institut finanziert wird. Ein neuer SETI-Ansatz will nicht nur in die Ferne schweifen, sondern stattdessen soll Mondregolith mikroskopisch auf mögliche fossile Technosignaturen untersucht werden. Der Mond erscheint demnach als geologisch stabiles Archiv, das winzige künstliche Partikel theoretisch über sehr lange Zeiträume konservieren könnte. Das Unterfangen lässt sich auch als eine Art „kosmische Archäologie“ bezeichnen. Flankiert wird die Thematik von einem allgemeineren Beitrag über die Existenz von Suche jenseits der Erde und die Suche danach.
Quellen: Gamestar | NZZ | Frankfurter Rundschau | Winfuture | NZZ
Die Suche nach Alien-Sonden im Erdorbit
Die mögliche Entdeckung von vermeintlichen außerirdischen Sonden im Erdorbit auf frühen Himmelsaufnahmen der Vorsatellitenära im Rahmen des VASCO-Projekts wird kontrovers diskutiert. Eine mögliche irdische Ursache für verschwindende Lichter im Erdorbit könnte im Zusammenhang mit Atombombentests und dessen Abfallprodukte stehen, die den Umweg auf die Fotoplatten fanden.
Quelle: GameStar
Eine „Unterwasserbasis“ im Pazifik
Mal wieder zu Wort gemeldet hat sich der Ufologe Scott C. Waring, der für seine recht wilden Spekulationen bekannt ist. Eine seiner Spielweisen ist das Durchforsten von Kartendiensten, auf der Suche nach vermeintlich seltsamen Strukturen. Aktuell muss eine Formation auf dem Meeresgrund nahe Papua-Neuguinea für Spekulationen über eine Unterwasserbasis von Außerirdischen herhalten. Inwieweit die Formation überhaupt künstlichen Ursprungs ist, ist aber unklar.
Quelle: Gazeta Express
UFO-Forschung und Aliens unter uns
Zwei Videobeiträge auf Joyn Newstime beleuchten unterschiedliche Themen. Einmal beschreibt Prof. Hakan Kayal von der Universität Würzburg sein Projekt zur Erfassung von UFOs, aktuell über seine Kameras auf der Zugspitze. Seine Absicht ist der Nachweis von UFOs/UAP und die Verwissenschaftlichung der UFO-Forschung jenseits der "Schmuddelecke", wie er es bezeichnet. Allerdings gibt es seit Jahrzehnten auch eine seriöse, wissenschaftlich orientierte private UFO-Forschung, die erfolgreich insbesondere primäre Forschung betreibt. Daneben haben Wissenschaftler eine Arbeit veröffentlicht, sie sich mit der These, dass sich Außerirdische bzw. nicht-menschliche Intelligenzen bereits unter uns befinden, befasst. Es wird dazu aber darauf hingewiesen, dass es ein eher unwahrscheinliches Gedankenmodell ist. Also eher eine philosophische Betrachtung.
UFO-Alarm in In- und Ausland
Über Großenhain wurde von mehreren Menschen ein ungewöhnliches, helles und sich ausdehnendes Objekt mit einem Lichtbogen beobachtet und fotografiert, das von Kollegen als Raketenstart aufgeklärt werden konnte. Solche Raketenstarts verbunden mit einer Stufentrennung sogen am Himmel für ein auffälliges Schauspiel.
Wieder einmal war Wien Schauplatz einer UFO-Sichtung, wo ein Beobachter ein seltsames Objekt über dem Prater filmen konnte, was wie eine Art Banner wirkt.
Über Colorado fotografierte ein Beobachter ein helles rundliches Objekt am Himmel, das länger regungslos am Himmel stand. Angaben über Größe und Höhe werden darin zu recht kritisch reflektiert, da sich das so nicht ohne Weiteres bestimmen lässt. Ein Wetter- oder Forschungsballon wäre hier eine Vermutung.
Quelle: Die Sachsen News | OE24 | Vietnam
Satire: Würden Außerirdische intelligentes Leben auf der Erde finden?
Ein ausdrücklich als Satire gekennzeichneter Beitrag beschreibt ein außerirdisches Forscherteam, das seine Expedition zur Erde ergebnislos abgebrochen hat
Quelle: Welt
